Statistisches Bundesamt: Preise für Pralinen und Blumen deutlich gestiegen

Klassische Geschenke für den Valentinstag am 14. Februar haben sich im vergangenen Jahr überdurchschnittlich verteuert. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Während die Verbraucherpreise zwischen 2024 und 2025 um nur 2,2 Prozent stiegen, verzeichnete das Bundesamt bei Pralinen einen Preisanstieg um 17,8 Prozent. Für Schnittblumen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 5,3 Prozent mehr bezahlen, für Speisen und Getränke in der Gastronomie 3,6 Prozent mehr. 

Auch im Vergleich zu 2020 stiegen die Kosten überdurchschnittlich stark. Während die Verbraucherpreise zwischen 2020 und 2025 um 21,9 Prozent stiegen, mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Schnittblumen 38,2 Prozent mehr zahlen. Die Kosten für Speisen sowie Getränke in der Gastronomie legten um 31,8 Prozent zu. Besonders sei der Preisanstieg mit 41,7 Prozent bei Pralinen gewesen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Zum Vergleich: In demselben Zeitraum von fünf Jahren stiegen die Verbraucherpreise um 21,9 Prozent. 

Kakaopreis in vergangenen Jahren stark gestiegen

Der hohe Preisanstieg für Pralinen kann unter anderem auf die gestiegenen Rohstoffkosten für Kakao zurückgeführt
werden. Hintergrund sind befürchtete Ernteausfälle in Westafrika durch extreme Wetterlagen und Pflanzenkrankheiten. Schokolade wurde daher in den vergangenen Jahren deutlich teurer. Im Dezember 2025 kostete eine Tafel Schokolade
durchschnittlich 69 Prozent mehr als noch 2020, Riegel oder andere
Schokoladenerzeugnisse fast 72 Prozent mehr. 

Vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur sind Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland generell weiter zurückhaltend. Besserung wird erwartet, wenn die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr aufgrund von staatlichen Mehrausgaben in Infrastruktur und Verteidigung um rund ein Prozent steigen dürfte.