Kiew weint nicht laut: Ein Gedicht aus der ukrainischen Hauptstadt – Kultur

Jurij Andrejew kann auch in der onkologischen Klinik nicht von seiner Leidenschaft lassen. Der 37-jährige Kiewer muss dichten, sogar am Tropf. Andrejew, studierter Jurist und Unternehmer, kämpft mit einem Rückfall seiner aplastischen Anämie, die schon besiegt schien, nun aber wieder stationär und chemotherapeutisch behandelt werden muss. Seinen Kampf für die Freiheit seines Landes trägt Andrejew, ehemals Freiwilliger der ukrainischen Armee, aber zur Not auch im Kiewer Klinikzimmer literarisch aus.