Polizei: Neun Menschen in Kanada erschossen

Bei einem Schusswaffenvorfall an einer Schule und einem Wohngebäude im Westen Kanadas sind nach Angaben der Polizei insgesamt zehn Menschen ums Leben gekommen. An der höheren Schule in Tumbler Ridge in der kanadischen Provinz British Columbia wurden sechs Menschen erschossen, zwei weitere wurden tot in einem Wohngebäude aufgefunden, wie die kanadische Polizei am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Zudem sei in der Schule ein Mensch, von dem angenommen werde, dass es sich um den Schützen handele, „mit offenbar selbst zugefügten Verletzungen tot aufgefunden“ worden. Ein weiteres Opfer sei auf dem Weg zur Behandlung in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.

Zwei Menschen seien mit schweren oder lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus geflogen worden, 25 weitere Menschen seien zur Behandlung nicht-lebensbedrohlicher Verletzungen in eine örtliche Klinik gebracht worden. Die übrigen Schüler und Mitarbeiter seien sicher evakuiert worden.

Der kanadische Sender CBC berichtet über den Vorfall. (Screenshot)
Der kanadische Sender CBC berichtet über den Vorfall. (Screenshot)Website CBC

Am Nachmittag wurde der Polizei zufolge eine Warnmeldung über einen aktiven Schützen ausgegeben. Der Tatort in dem Wohngebäude steht ersten Ermittlungen zufolge im Zusammenhang mit dem Vorfall an der Schule. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar.

Angeblich Täterin

Kanadische Medien berichteten, es handele sich um eine Täterin. Die Polizei machte dazu zunächst keine Angaben. Die Polizei ging nicht von weiteren Verdächtige aus. Eine anhaltende Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht.

Es sei eine „sich rasch entwickelnde und dynamische Lage“ gewesen, erklärte der Kommandant der örtlichen Polizei, Ken Floyd. „Das war ein unglaublich schwieriger und emotionaler Tag für unsere Gemeinde“, fügte er hinzu.

Tumbler Ridge liegt mehr als 1100 Kilometer nördlich von Vancouver, der größten Stadt in British Columbia.