Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein, doch laut einem regierungsinternen Dokument ist das kaum zu schaffen. Schon mit den Zielen für 2030 wird es demnach knapp.
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Deutschland könnte seine Klimaziele für 2030 und 2045 verfehlen. Das geht aus einem Entwurf für ein neues Klimaschutzprogramm des SPD-geführten Bundesumweltministeriums hervor, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Demnach rechnet die Bundesregierung bis zum Jahr 2030 mit einer Senkung der Treibhausgasemissionen um 63 Prozent gegenüber 1990. Damit liege das gesetzliche Ziel von 65 Prozent grundsätzlich noch in Reichweite.
Deutlich kritischer fällt jedoch die Einschätzung für das Jahr 2045 aus. Das Ziel der Klimaneutralität werde mit den derzeitigen klimapolitischen Maßnahmen voraussichtlich nicht erreicht. In dem Entwurf heißt es, dass unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht absehbar sei, ob alle Wirtschaftssektoren die vollständige Transformation zur Treibhausgasneutralität schaffen.
Besonders große Lücken bestehen demnach weiterhin im Verkehrs- und Gebäudesektor, die ihre Vorgaben erneut verfehlen dürften.
