Tofu-Frikadellen – vegan & einfach selbst gemacht · Eat this!

Wozu Tofu-Bratlinge kaufen, wenn man sie easy-peasy selbst machen kann? Unsere Tofu-Frikadellen sind im Handumdrehen gemacht, günstig und genau so, wie wir sie haben wollen: saftig, würzig und ohne unnötigen Kram.

Dass wir Tofu lieben, ist kein Geheimnis. In jeder Form und jeglicher couleur. Ob Natur, geräuchert, als Wurst oder in Bratlingsform – Tofu ist, neben selbst gemachtem Seitan, unser liebster „Fleischersatz“ – den wir eigentlich nicht Fleischersatz nennen, da er eigentlich eine eigene Zutatenkategorie verdient hat.

Tofu ist im wahrsten Sinne des Wortes „clean“, weil er in der Regel nur aus Sojabohnen und einem Gerinnungsmittel hergestellt wird. Außerdem schmeckt Tofu einfach gut – ernsthaft, wenn ich noch einmal höre, Tofu schmecke nach nichts – und er ist unfassbar wandelbar. Tofu kann sich zu Hackes überreden lassen, zur proteinreichen Sauce und auch zu Tofu-Frikadellen.

Und ja, in der Vergangenheit landeten wirklich häufig fertig gewürzte Tofu-Bratlinge im Einkaufswagen. Weil die Teile einfach grandios schmecken, ehrlicherweise aber auch aus Gründen der guten alten Bequemlichkeit. „Man müsste die Dinger ja selbst in Form bringen und dann fällt das bestimmt auseinander und dann sieht das blöd aus und die Küche sieht danach aus wie Sau und und und“ redete sie uns ein.

Völliger Humbug, wie wir eigentlich schon vor Jahren gelernt haben, als wir bei Taifun Tofu in die Produktion spicken durften. Auch für kommerziell hergestellte Tofu-Bratlinge wird im Grunde nur Naturtofu zerkleinert, mit anderen Zutaten vermengt und dann einfach neu in Form gebracht. Da wir nie einen NDA unterschrieben haben und daraus auch kein Geheimnis gemacht wurde, habe ich jetzt hoffentlich keine Top Secrets verraten.

Die Produkte von Taifun mögen wir immer noch (und das ist keine bezahlte Werbung), aber Tofu-Frikadellen machen wir uns in Zukunft trotzdem häufiger selbst. Und das mit wenig Aufwand, wenigen Zutaten und wenig Zeit. Günstiger als gekaufte, vorgewürzte Tofu-Bratlinge aus dem Kühlregal sind die DIY-Buletten auch noch.

Einfache Tofu-Buletten mit Gemüse

Wie du unsere einfachen Tofu-Frikadellen machst

Zuerst wird der Tofu so fein wie möglich zerkleinert. Und das ist auch der einzige Part des Rezepts, der minimal tricky werden könnte. Typischer Supermarkt-Tofu ist hierzulande nämlich recht fest, besser geeignet sind etwas weichere Tofu-Blöcke aus dem Asialaden. Klein bekommt man den Tofu am besten mit einem Food Processor. Ein Pürierstab funktioniert aber auch. Und ohne technisches Equipment kommt eben die Gabel zum Einsatz, mit der der Sojaquark so fein wie möglich gestampft wird.

Zum zerkleinerten Tofu geben wir fein gehackte Zwiebeln, ebenso klein gewürfelte Karotten, ein paar Tiefkühlerbsen, Hefeflocken, das Old-School-Umami-Gewürz schlechthin und Kala Namak für eine leichte „Ei-Note“. Ein wenig Maisstärke sorgt für zusätzliche Bindung – die Zutatenliste bleibt also äußerst übersichtlich.

Aus der Masse formst du nun Buletten in Wunschgröße. Am einfachsten funktioniert das mit leicht eingeölten Händen. Und jetzt müssen die Tofu-Frikadellen nur noch von beiden Seiten goldbraun gebraten werden. Am besten bei etwas niedrigerer Hitze, dafür gibst du den selbst gemachten Tofu-Bratlingen lieber etwas mehr Zeit. So werden sie leicht knusprig, bekommen eine schöne Farbe und das Gemüse im Inneren kann gut durchgaren.

Uns reicht eigentlich schon eine ordentliche Ladung Senf und eine Scheibe Brot fürs richtig, vegane Frikadellen-Feeling. Krautsalat, Wirsinggemüse oder Colcannon passt aber auch super dazu.


  • Tofu im Food Processor oder mit dem Pürierstab fein hacken oder mit der Gabel stampfen und in eine Schüssel geben.

    400 g Tofu

  • Zwiebel fein hacken, Karotte fein würfeln. Zusammen mit den Erbsen, Hefeflocken, Kala Namak und Maisstärke zum Tofu geben und gut vermengen. Bei Bedarf mit mehr Kala Namak oder Salz abschmecken.

    1 kleine Zwiebel, 50 g Karotte, 50 g Erbsen, 1 EL Hefeflocken, 1 TL Kala Namak, 3 EL Maisstärke

  • Mit leicht eingeölten Händen 8 etwa 125 g schwere Frikadellen formen.

  • Öl in eine heiße Pfanne geben und die Tofu-Frikadellen bei mittlerer Hitze 5–6 Minuten pro Seite goldbraun braten.

    3 EL Öl

  • Zum Beispiel mit Senf, Krautsalat und Roggenbrot servieren.

Die fertig gebratenen Tofu-Frikadellen halten sich gut verschlossen 5-7 Tage im Kühlschrank und schmecken kalt oder kurz aufgewärmt.


Vegane Tofu-Frikadellen selbst gemacht

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Zu Steady

Die nerdige Hälfte von Eat this! Liebt es, auch aufwändiger zu kochen und ist deshalb vermutlich für die langen Rezepte auf dem Blog verantwortlich. Kann nie genügend Kochmesser haben und liebt Chilis in allen Formen und Farben. In der Freizeit sitzt er gerne auf dem Fahrrad und hört dabei Metal.