Brennholz: Gute Qualität erkennen und richtig lagern

Stand: 04.02.2026 16:35 Uhr

Nicht alle Holzarten eignen sich gleich gut für den Kaminofen. Welches Holz brennt besonders lange und schadstoffarm? Wie sollte man Kaminholz am besten lagern? Und wie erkennt man seriöse Händler?

Ein Feuer im Kaminofen sorgt im Winter für angenehme Wärme und Gemütlichkeit. Doch mit falsch gelagertem Holz heizt man nicht nur weniger effektiv, sondern setzt bei der Verbrennung auch viele gesundheitsschädliche Schadstoffe frei.

Restfeuchte muss unter 25 Prozent liegen

Frisch geschlagenes Holz hat eine Restfeuchte von bis zu 60 Prozent. Es dauert ein bis zwei Jahre, bis es gut getrocknet ist und die Restfeuchte nur noch bei 15 bis 20 Prozent liegt. In diesem Zustand hat das Holz einen hohen Heizwert. Liegt die Restfeuchte höher, sinkt der Heizwert – ein zehn Prozent höherer Feuchtegehalt bedeutet einen Heizwertverlust von rund neun Prozent. Zugleich steigen beim Verbrennen die gesundheitsschädlichen Feinstaub-Emissionen rapide an.

Laut Gesetz darf nur Holz mit einer Restfeuchte von unter 25 Prozent im Ofen verbrannt werden. Mit einem einfachen Feuchtigkeits-Messgerät aus dem Baumarkt lässt sich die Restfeuchte bestimmen. Die Geräte sind ab etwa 20 Euro erhältlich.

Laubholz oder Nadelholz?

Brennholz brennt in einem Kamin.

Laubhölzer brennen länger als Nadelhölzer, weil sie eine höhere Dichte haben.

Laubhölzer haben eine höhere Dichte als Nadelhölzer. Das bedeutet: Ein Scheit Nadelholz brennt schneller ab als ein gleich großes Scheit Laubholz. Buche und Eiche sind besonders dichte und harte Sorten, die lange brennen. Weide, Pappel sowie die meisten Nadelhölzer sind dagegen relativ weich, haben also eine geringe Dichte und brennen schneller ab. Sie eignen sich besonders gut als Anzündhölzer. Will man ein lang andauerndes Feuer, muss man häufiger nachlegen. Nadelhölzer „spritzen“ außerdem beim Verbrennen, da sie Harze enthalten.

Brennholz richtig lagern

Mit diesen Maßnahmen kann das Brennholz gut trocknen und später möglichst sauber verbrennen:

  • Nur gut getrocknetes Holz kaufen: Den Restfeuchtegehalt kann man sich vom Händler bestätigen lassen.
  • Holz vor dem Lagern in Scheite spalten: Gespaltenes Holz trocknet besser und zeigt auch ein besseres Brennverhalten.
  • Holz an der frischen Luft trocknen: Aufgestapelt an einem sonnigen und luftigen Platz – geschützt vor Regen und Schnee – trocknet Holz am besten.
  • Kontakt mit der Erde vermeiden: Direkt auf der Erde gelagertes Holz zieht aus dem Boden Feuchtigkeit. Am besten einen durchlüfteten Unterbau, zum Beispiel aus zwei Querstangen verwenden.

Kann man Holz zu lange lagern?

Wird Brennholz sehr lange gelagert, trocknet es immer weiter aus und der Heizwert sinkt. Man kann es aber weiter verwenden. Anzeichen dafür, dass Brennholz zu lange gelagert wurde, sind unter anderem sehr leichtes Gewicht oder eine poröse Struktur. Bei Nadelhölzern kann das bereits nach einigen Jahren passieren.

Harthölzer wie Buche oder Eiche sind teilweise noch jahrzehntelang verwendbar, wenn sie trocken gelagert wurden. Sehr alte Holzscheite kann man beim Verfeuern mit frischeren mischen, um eine gleichmäßigere Verbrennung zu erreichen. Holz mit Stockflecken oder Schimmelbefall sollte nicht mehr verbrannt werden.

Vorsicht vor Brennholz-Fakeshops

In der Vergangenheit kam es im Online-Brennholzhandel häufiger zu Betrügereien durch Fakeshops, die sich als seriöse Handelsplattformen ausgaben, aber nichts lieferten. Oft lockten diese mit sehr günstigen Preisen.

Holzverbrennung setzt immer CO2 und Schadstoffe frei

Beim Verbrennen von Holz werden laut Bundesumweltamt neben den Treibhausgasen Kohlendioxid sowie Methan und Lachgas immer auch verschiedene Schadstoffe wie Stickoxide und bestimmte organische Kohlenwasserstoffe freigesetzt. Besonders gesundheitsschädlich ist Feinstaub. Die sehr feinen, mit dem Auge nicht sichtbaren Partikel, können beim Einatmen bis in die Lunge eindringen und Krebs erregen. Wer einen neuen Kaminofen kauft, sollte daher darauf achten, dass das Gerät möglichst niedrige Werte bei der Staub- und Schadstoffemission aufweist.

Eine Person sitzt mit warmen Socken vor einem Kaminofen.

Kaminöfen sind gemütlich, aber die Verbrennung von Holz setzt CO2 und Feinstaub frei. Beim Betrieb sollte man einiges beachten.

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