Gegen Augsburg: Amiri schießt Mainz aus elf Metern zum Sieg

Nadiem Amiri bejubelt seinen verwandelten Elfmeter

Stand: 07.02.2026 23:37 Uhr

Der 1. FSV Mainz 05 fährt gegen den FC Augsburg einen weiteren Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga ein. Nadiem Amiri erzielte die Tore per Elfmeter – wie auch sonst.

Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer gewann mit 2:0 (1:0) und zum dritten Mal hintereinander. Dadurch haben die Rheinhessen nur noch einen Punkt Rückstand auf den FCA, der sein vorangegangenes Auswärtsspiel beim FC Bayern noch gewann.

Matchwinner für Mainz war Nadiem Amiri, der die beiden Tore jeweils mit Elfmetern erzielte (8./80.). Von seinen nun neun Saisontreffern resultierten sieben aus Strafstößen.

„Wir haben zu den rivhtigen Zeitpunkten die Tore gemacht“, sagte Fischer am Mikrofon der Sportschau: „Ob der Sieg verdient ist oder nicht, spielt in unserer Situation keine Rolle.“

Sehr strittige Entscheidung zu Mainzer Gunsten

Die Mainzer bekamen in der vergangenen Woche beim überraschenden 2:1-Sieg in Leipzig einen Elfmeter, den außer des Schiedsrichters wohl kaum jemand gegeben hätte.

Gegen den FC Augsburg profitierten die Rheinhessen erneut von einer äußerst strittigen Entscheidung. Elvis Rexhbecaj mag Stefan Bell bei einem Klärungsversuch berührt haben, aber ein Foul, das einen Sturz verursacht, war es kaum.

Unverständnis bei Augsburgs Baum

Schiedsrichter Patrick Ittrich blieb nach längerer Überprüfung durch den VAR bei seiner Entscheidung, ohne sich die Szene nochmal selbst anzusehen. „Es kommt zu einem klaren Kontakt am Fuß, und ich höre ihn auch. Für mich ist das das ein glasklarer Elfmeter“, sagte Ittrich nach dem Spiel. Aus dem „Kölner Keller“ habe er die Rückmeldung bekommen, dass die Bilder dies „weder widerlegen noch belegen“ konnten.

„Ich weiß gar nicht, wo er ihn hätte berühren sollen“, sagte hingegen Augsburgs Trainer Manuel Baum, nachdem er sich die Bilder angesehen hatte, am Mikrofon der Sportschau. Amiri verwandelte den Strafstoß sicher.

Das Duell, das zum ersten Elfmeter führte: Stefan Bell gegen Elvis Rexhbecaj

Keven Schlotterbeck sprach von einem „sehr, sehr fragwürdigen Elfmeter“. Er sehe da „überhaupt kein Trefferbild“, so der Augsburger Innenverteidiger .

Neuzugang Silas, der in Leipzig getroffen hatte, war auf gutem Weg, das 2:0 vorzubereiten. Doch die scharfe, abgefälschte Flanke wurde von den Augsburgern mit Mühe noch geklärt (13.).

Batz mit toller Parade gegen Augsburgs Claude-Maurice

Augsburg, das in der vergangenen Woche gegen den FC St. Pauli ebenfalls mit 2:1 gewonnen hatte, kam anschließend besser ins Spiel. Es bedurfte einer bemerkenswerten Parade von Torwart Daniel Batz, um bei einem Flatterschuss von Alexis Claude-Maurice den Ausgleich zu verhindern (19.).

Der Rest der ersten Halbzeit verlief zäh. Erst kurz vor der Pause kamen die Mainzer nochmal zu Möglichkeiten, allerdings nicht aus der höchsten Kategorie.

Comeback von Sheraldo Becker

Mit einem Wechsel zur zweiten Halbzeit und drei weiteren in der 57. Minute zeigte Baum, dass ihm wenig am Spiel seiner Mannschaft gefiel. Sie war weiterhin fehlerhaft im Aufbauspiel und somit folgerichtig harmlos in der Offensive.

Sheraldo Becker, vor seinen beiden Stationen in Spanien unter Fischer beim 1. FC Union Berlin erfolgreich, kam dann für Silas ins Spiel und somit zu seinem Comeback in der Bundesliga (63.). Er brauchte nicht lange für seinen ersten Abschluss, aber der Ball flog am Tor vorbei.

Batz rettet Mainz zum zweiten Mal

Es waren schon 77 Minuten gespielt, als Augsburg zum ersten Mal nach der Pause gefährlich wurde. Anton Kade spielte einen Steilpass auf Mert Kömür, der mit seinem Schuss am erneut stark reagierenden Batz scheiterte.

Amiri trifft zum zweiten Mal

Mit einer weitaus schlechteren Aktion fiel Kade dann wenig später auf. Er foulte Amiri, der den dieses Mal unstrittigen Strafstoß verwandelte, wenn auch nicht so souverän wie beim ersten Mal.

Fischer gewann von seinen acht Spielen als Trainer der Mainzer damit vier und verlor nur eines.

Mainz in Dortmund, Augsburg gegen Heidenheim

Mainz ist nun am Freitagabend bei Borussia Dortmund zu Gast (20.30 Uhr). Augsburg empfängt am Sonntagnachmittag den 1. FC Heidenheim (15.30 Uhr).