Ski Alpin bei Olympia 2026: Zeitplan mit allen Rennen im Überblick – Sport

Am 6. Februar werden im Mailänder San-Siro-Stadion die Olympischen Winterspiele 2026 eröffnet, bereits einen Tag später starten die Ski-Alpin-Wettbewerbe mit einem Klassiker: Das erste Gold der Spiele wird dann beim Abfahrtsrennen der Männer vergeben. Ein Überblick über die Termine der Ski-Alpin-Wettbewerbe, Austragungsorte und die Favoriten.

Zeitplan zu allen Ski-Alpin-Rennen bei Olympia 2026

In zehn Wettbewerben kämpfen die Fahrerinnen und Fahrer dieses Jahr um olympisches Edelmetall. Damit gibt es zu den beiden vergangenen Spielen einen Wettkampf weniger, das IOC strich den Mixed-Teamwettbewerb aus dem Programm. Zudem gibt es eine Neuerung bei der Kombination, erstmals tragen Männer und Frauen jeweils einen Team-Wettbewerb aus; damit können die Nationen für Abfahrt und Slalom ihre Spezialisten nominieren, beide Läufe werden nicht mehr von ein und derselben Person ausgetragen. Die Wettkämpfe im Überblick:

  • Samstag, 7.2., 11.30 Uhr: Abfahrt (M)
  • Sonntag, 8.2., 11.30 Uhr: Abfahrt (F)
  • Montag, 9.2., 10.30 Uhr: Kombination, Abfahrt (M)
  • Montag, 9.2., 14.00 Uhr: Kombination, Slalom (M)
  • Dienstag, 10.2., 10.30 Uhr: Kombination, Abfahrt (F)
  • Dienstag, 10.2., 14.00 Uhr: Kombination, Slalom (F)
  • Mittwoch, 11.2., 11.30 Uhr: Super-G (M)
  • Donnerstag, 12.2., 11.30 Uhr: Super-G (F)
  • Samstag, 14.2., 10.00 Uhr: Riesenslalom, 1. Lauf (M)
  • Samstag, 14.2., 13.30 Uhr: Riesenslalom, 2. Lauf (M)
  • Sonntag, 15.2., 10.00 Uhr: Riesenslalom, 1. Lauf (F)
  • Sonntag, 15.2., 13.30 Uhr: Riesenslalom, 2. Lauf (F)
  • Montag, 16.2., 10.00 Uhr: Slalom, 1. Lauf (M)
  • Montag, 16.2., 13.30 Uhr: Slalom, 2. Lauf (M)
  • Mittwoch, 18.2., 10.00 Uhr: Slalom, 1. Lauf (F)
  • Mittwoch, 18.2., 13.30 Uhr: Slalom, 2. Lauf (F)

Die Favoriten im Überblick

Gerade bei den Ski-Alpin-Rennen kommt es bei Olympischen Spielen häufig zu Überraschungen, ein kleiner Fehler kann selbst die größten Favoriten eine Medaille kosten. Allerdings gibt es bei den Winterspielen 2026 zwei Top-Anwärter auf Edelmetall, an denen kein Weg vorbeiführt.

Mikaela Shiffrin

Mikaela Shiffrin macht sich in den Technik-Disziplinen Hoffnungen auf olympisches Gold.
Mikaela Shiffrin macht sich in den Technik-Disziplinen Hoffnungen auf olympisches Gold. (Foto: Marco Trovati/Marco Trovati/AP/dpa)

Bei den Damen gehört Mikaela Shiffrin zu den größten Anwärtern auf Olympia-Gold in den Technik-Wettbewerben. In diesem Winter gewann sie sieben der acht Weltcup-Slaloms. 2014 holte die US-Amerikanerin Olympia-Gold im Slalom, vier Jahre später in Pyeonchang Gold im Riesenslalom. Bei den letzten Spielen in Peking trat sie in allen sechs möglichen Wettbewerben an, schied allerdings im Slalom wie auch im Riesenslalom aus und holte überraschend keine Medaille für die USA. Neben den Olympischen Spielen wurde sie achtmal Weltmeisterin und holte fünfmal den Gesamtweltcup. Mit 108 Weltcupsiegen hält sie in dieser Kategorie den Rekord.

Marco Odermatt

Marco Odermatt bejubelt im Januar seinen fünften Sieg in Adelboden.
Marco Odermatt bejubelt im Januar seinen fünften Sieg in Adelboden. (Foto: Fabrice Coffrini/AFP)

Zum absoluten Topfavoriten bei den Männern zählt Marco Odermatt, der Schweizer ist der Dominator der letzten Jahre. In Peking wurde er Olympiasieger in seiner Lieblingsdisziplin Riesenslalom. Zudem wurde er 2023 Weltmeister in der Abfahrt und im Riesenslalom sowie vergangenes Jahr im Super-G, darüber hinaus gewann er die letzten vier Saisons den Gesamtweltcup. Auch dieser Saison führt er ihn uneinholbar an.

Weitere Favoritinnen und Favoriten

In der Abfahrt hatte sich bei den Damen die 41-jährige Lindsey Vonn nach ihrem Comeback als Favoritin in den Vordergrund gefahren. Allerdings stürzte sie beim letzten Rennen in Crans-Montana, zog sich einen Kreuzbandriss zu und will trotzdem antretenEmma Aicher kann sich nach starken Ergebnissen im Weltcup Hoffnungen auf eine Medaille in den Speed-Wettbewerben machen. In den Technik-Disziplinen ist Camille Rast die größte Konkurrentin für Mikaela Shiffrin, die Schweizerin wurde vergangenes Jahr Slalom-Weltmeisterin in Saalbach. Weiter zu erwähnen sind Julia Scheib aus Österreich, die eine starke Saison im Riesenslalom fährt sowie Wendy Holdener aus der Schweiz, die im Slalom eine konstant gute Saison zeigt.

Bei den Männern können der Schweizer Franjo von Allmen und Vincent Kriechmayr aus Österreich Marco Odermatt in der Abfahrt und im Super-G gefährlich werden. Zudem haben die Italiener gleich drei Eisen im Feuer mit Streif-Sieger Giovanni Franzoni, Dominik Paris und Florian Schieder. In den Slalom-Wettbewerben konnte Lucas Pinheiro Braathen aus Brasilien in diesem Winter überzeugen. Insgesamt ist in diesem Jahr die Männer-Konkurrenz in den Technik-Disziplinen besonders stark, unter anderem sind Atle Lie McGrath , Henrik Kristoffersen (beide Norwegen), Loïc Meillard (Schweiz) oder Clément Noël (Frankreich) heiße Anwärter auf eine Medaille. Linus Straßer, Dritter im diesjährigen Slalom von Kitzbühel und dort 2024 auch schon Sieger, ist die größte deutsche Medaillenhoffnung.

Strecken bei den Olympischen Spielen 2026

Eine Besonderheit bei den olympischen Ski-Alpin-Wettbewerben 2026 ist, dass Männer und Frauen an getrennten Austragungsorten antreten werden. Die Damen fahren in Cortina d’Ampezzo, die Männer in Bormio.

Strecke „Olympia delle Tofane“ in Cortina d’Ampezzo

Bereits einmal war Cortina d’Ampezzo Austragungsort olympischer Wettbewerbe: 1956 rauschten die Herren hier den Hang hinunter, die österreichische Ski-Legende Toni Sailer gewann dabei Gold in der Abfahrt. Seit 1993 ist die „Tofana“ fester Bestandteil des Frauen-Weltcups, 2021 fand hier die Ski-Weltmeisterschaft statt. Markante Stellen sind unter anderem der „Tofanaschuss“ mit einem Gefälle von bis zu 64 Prozent sowie die „Gran Curvone“, eine technisch anspruchsvolle, langgezogene Kurve im zentralen Teil der Strecke.

Strecke „Pista Stelvio“ in Bormio

Die „Pista Stelvio“ gilt im Herren-Weltcup als einer der anspruchsvollsten und temporeichsten Strecken in den Speed-Disziplinen. Bereits der Startschuss mit einer Neigung von 63 Prozent hat es in sich und ist der steilste Starthang im Weltcup. Im mittleren Abschnitt wartet der San-Pietro-Sprung auf die Fahrer, die an dieser Stelle um die 40 Meter weit fliegen. Im anschließenden San-Pietro-Schuss erreichen die Athleten Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h. Olympische Wettbewerbe fanden in Bormio noch nie statt, allerdings war die Pista Stelvio 1985 und 2005 Schauplatz der Ski-WM. Rekordsieger im Weltcup ist der Italiener Dominik Paris, der sechsmal die Abfahrt und einmal den Super-G hier gewinnen konnte.