Mario Voigt: Mehr als eine Fußnote

Die AfD will Thüringens Ministerpräsident wegen Plagiatsvorwürfen stürzen. Björn Höcke tritt in einem Misstrauensvotum gegen ihn an. Voigt dürfte sich behaupten, vorerst.




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Mario Voigt: Mario Voigt, Thüringens Ministerpräsident, dem der Doktortitel aberkannt wurde
Mario Voigt, Thüringens Ministerpräsident, dem der Doktortitel aberkannt wurde
© Bernd Elmenthaler/​pa/​dpa

Wenn an diesem Mittwochnachmittag der Erfurter Landtag zusammenkommt, um darüber zu entscheiden, ob Mario Voigt wegen Plagiatsvorwürfen als Ministerpräsident von Thüringen zurücktreten wird, dann ist mit ziemlich vielem zu rechnen – außer mit einer endgültigen Antwort. 

Eine knappe Woche ist es nun her, dass die Technische Universität Chemnitz dem CDU-Politiker den Doktortitel aberkannt hat. Die Entscheidung des zuständigen Fakultätsrats fiel einstimmig aus: Voigt soll plagiiert haben. Andere, etwa CDU-Bundesbildungsministerin Annette Schavan 2013 oder SPD-Familienministerin Franziska Giffey 2021, traten nach so einem Imageschaden umgehend zurück. Mario Voigt aber geht als erster deutscher Spitzenpolitiker einen anderen Weg: Er will im Amt bleiben, gegen die Entscheidung klagen.