
Nach Problemen bei einem ersten Bodentest wird die geplante Mondmission „Artemis 2“ nicht vor März stattfinden. Ursprünglich war der Start für den 8. Februar geplant. „Wir verschieben den Starttermin vom Februar und planen nun den März als frühestmöglichen Starttermin für Artemis 2“, schreibt Nasa-Chef Jared Isaacman auf X.
Bei der mehrstündigen Generalprobe (“Wet Dress Rehearsal“) am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida wurden sämtliche Abläufe bis kurz vor dem Start durchgespielt. Dazu zählten das Betanken der Rakete Space Launch System mit tiefkaltem flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff, ein vollständiger Countdown mit geplanten Haltepunkten sowie das kontrollierte Abbrechen und erneute Hochfahren der Startsequenz bei technischen Problemen oder ungünstigen Wetterbedingungen.
Dabei liefen verschiedene Dinge nicht nach Plan: Unter anderem habe es wegen eines Lecks Unterbrechungen beim Betanken gegeben, erklärte die Nasa. Zudem habe sich die Kälte auf einige Kameras ausgewirkt und die Audioübertragung vom Boden aus sei zeitweise ausgefallen.
Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von X Corp. angereichert
Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von X Corp. angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.
„Wir haben absolut damit gerechnet, auf Herausforderungen zu stoßen“, so Isaacman. Es gehe bei solchen Tests genau darum, auf Problemquellen aufmerksam zu werden, um sie vor dem Starttag lösen zu können. Ein konkreter neuer Starttermin soll erst nach Auswertung aller Testdaten festgelegt werden.
Sicherheit für Astronauten, Mitarbeiter, Systeme und die Öffentlichkeit habe oberste Priorität, betont Isaacman. Der Start würde nur erfolgen, „wenn wir davon überzeugt sind, dass wir für diese historische Mission bereit sind.“
Mit der Artemis-2-Mission sollen noch in diesem Jahr erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen den Mond bei der etwa zehntägigen Mission umrunden. Sie hatten sich bereits seit dem 21. Januar in Quarantäne im texanischen Houston befunden. Wegen der Verschiebung werden sie dort jedoch wieder entlassen, heißt es bei der Nasa. Zuletzt waren 1972 US-Astronauten auf dem Mond.
