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VfL Wolfsburg gegen 1. FC Köln – Die Zusammenfassung (5 Min)
Frauen-Bundesliga
Stand: 02.02.2026 21:11 Uhr
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben sich im Titelkampf der Bundesliga keine Blöße gegeben. Der 2:1 (1:1)-Erfolg am Montagabend gegen den 1. FC Köln fiel allerdings in die Rubrik „Arbeitssieg“, überzeugend war der Auftritt nur bedingt.
Im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres – die Partie bei Carl Zeiss Jena war witterungsbedingt ausgefallen – lag spielerisch beim Team von Trainer Stephan Lerch einiges im Argen. Aber immerhin stimmte die Effizienz: Lineth Beerensteyn nutzte zwei der ganz wenigen Chancen für den VfL zu zwei Treffern (4., 68.), die am Ende zu drei wichtigen Punkten reichten.
Auch für Köln war eine Wolfsburgerin erfolgreich: Sarai Linder erzielte per Eigentor das zwischenzeitliche 1:1 (22.). Die Gäste waren im ersten Abschnitt die bessere Mannschaft, agierten im Angriff aber harm- und glücklos.
„Es war natürlich kein schönes Spiel, das muss man ehrlich sagen. Aber wir sind in einer Situation, in der einfach nur die Punkte zählen. Und dann ist die Leistung vielleicht auch mal zweitrangig. Aber das ist natürlich nicht unser Anspruch. Da müssen wir in den nächsten Wochen noch richtig was drauflegen“, sagte Verteidigerin Sophia Kleinherne dem NDR.
Beerensteyn sorgt für frühe VfL-Führung
Es war von Beginn die erwartet knifflige Aufgabe für die „Wölfinnen“. Die zum Jahresauftakt mit 1:0 gegen den SC Freiburg erfolgreichen Gäste traten sehr selbstbewusst in der Autostadt auf und setzten den VfL sofort unter Druck. Das hohe Anlaufen sorgte zwar für frühe Ballgewinne, war aber eben auch risikoreich, wenn es den Wolfsburgerinnen gelang, die erste Pressinglinie zu überspielen.
Und genau das geschah in der vierten Minute: Kessya Bussy passte in den Lauf von Beerensteyn, die sich nicht mehr aufhalten ließ und den Ball schließlich mit der Fußspitze an Keeperin Irina Fuchs zum 1:0 ins Gehäuse vorbeispitzelte.
Köln gleicht durch Eigentor aus – und ist dem 2:1 ganz nah
Trotz der Führung bekamen die Niedersächsinnen zunächst keine richtige Stabilität in ihr Spiel. Gelungene Kombinationen hatten Seltenheitswert. Und in der Arbeit gegen den Ball gab es ebenfalls Verbesserungsbedarf. Die Kölnerinnen kombinierten sich mehrfach gelungen nach vorne, waren im letzten Dritten des Feldes aber zu unentschlossen. Der Ausgleich war nicht von ungefähr ein Zufallsprodukt: Martyna Wiankowska wollte auf den langen Pfosten flanken und hatte Fortune, dass Linder den Ball unhaltbar für Keeperin Stina Johannes abfälschte.
Verdient war das 1:1 aber allemal. Und eigentlich hätten die Rheinländerinnen zur Pause auch führen müssen. Denn gleich zweimal hatte die sehr auffällige Sandra Maria Jessen die Führung auf dem Fuß (25., 41.).
Wolfsburg glänzt auch nach der Pause durch Effizienz
Auch nach dem Seitenwechsel waren die Wolfsburgerinnen zunächst vergeblich bemüht, Struktur in ihr Spiel zu bekommen. Weil auch der „Effzeh“ in der Offensive mit gelungenen Aktionen geizte, warteten die 2.343 Zuschauer im Stadion im Allerpark bis zur 68. Minute vergeblich auf einen gefährlichen Abschluss.
Dann aber erblickte Vivien Endemann eine Lücke in der Kölner Abwehr, passte zur durchgestarteten Beerensteyn, die ein zweites Mal an diesem Abend bei Temperaturen weit unter null Grad eiskalt vor dem Tor blieb.
Auf den 13. Saisontreffer der Niederländerin, der aus abseitsverdächtigter Position fiel, hatten die Kölnerinnen keine Antwort mehr. Wohl auch, weil sie in der Schlussphase ihrem sehr kräfteraubenden Spiel Tribut zollen mussten.
So blieb es beim Erfolg des Favoriten, der sich in den kommenden Wochen aber erheblich wird steigern müssen, um Tabellenführer Bayern München vielleicht noch einmal gefährlich werden zu können.




