Der Dalai Lama hat seinen ersten Grammy gewonnen – für seine Erzählstimme. Er setzte sich mit dem Hörbuch „Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama“ durch.
Der Dalai Lama selbst war nicht anwesend, um die Auszeichnung in Los Angeles entgegenzunehmen. Stellvertretend tat dies Songwriter und Komponist Rufus Wainwright.
„Die Erzählung des tibetischen spirituellen Führers fesselte die Abstimmenden mit ihrer tiefen Weisheit und ihrer sanften Vortragsweise und bot den Zuhörern eine tief meditative Erfahrung, die über das typische Hörbuchformat hinausgeht“, hieß es auf der Homepage der Grammys. Rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträger.
Die Kategorie, in der der Dalai Lama gewann, war „Beste Aufnahme für Hörbuch, Erzählung und Storytelling“.
Olivia Dean als beste Newcomerin, Bad Bunny: „ICE out!“
In der wichtigen Kategorie „Best New Artist“ konnte sich Olivia Dean gegen ihre Konkurrenz (unter anderem Katseye, Addison Rae, Sombr) durchsetzen. Die 26-Jährige nahm den Preis von der Gewinnerin des letzten Jahres, US-Sängerin Chappell Roan, entgegen und erwähnte in ihrer Dankesrede, dass sie die Enkelin von Migranten sei. „Ich bin das Ergebnis von Mut und ich finde, dass diese Menschen es verdienen, gefeiert zu werden“, sagte sie in Anspielung auf die aktuelle Kontroverse um Einsätze der Grenzschutzpolizei ICE in den Vereinigten Staaten.
Latin-Musiker Bad Bunny, der in der Kategorie „Best Música Urbana Album„ gewann, wurde in seiner Rede noch deutlicher: „ICE out!“, sagte der aus Puerto Rico stammende Künstler. Er kritisierte die Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump, mahnte aber, nicht dem Hass zu verfallen: „Das Einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe. Deshalb müssen wir anders sein. Wenn wir kämpfen, müssen wir es mit Liebe tun“, sagte Bad Bunny.
