Maxi Schafroth: Seine Grönlandaktion provozierte. Lustig ist nun nichts mehr, sagt er

Der Satiriker Maxi Schafroth hat in Grönland die US-Flagge gehisst – und damit einen Skandal ausgelöst. Zurück in Deutschland macht er wieder Kabarett. Äußert er sich?



102 Kommentare

Maxi Schafroth: Maxi Schafroth spricht sonst Pumuckl synchron – nun hat er die Grönländer Bevölkerung gegen sich aufgebracht.
Maxi Schafroth spricht sonst Pumuckl synchron – nun hat er die Grönländer Bevölkerung gegen sich aufgebracht.
© Lennart Preiss/​dpa

Zwei Tage danach ist der Skandalkabarettist bestens gelaunt, zumindest tut er so. Jovial steht er vor der Bühne der Münchner Kammerspiele, angetan im modischen Trachtenanzug, dem „leichten Sommer-Stoiber“, wie man in Bayern gerne sagt. Die Vorstellung ist noch nicht losgegangen, aber Maxi Schafroth begrüßt die Gäste, weist sie zu den Plätzen, währenddessen schon die Stubnmusi spielt. Gleich geht sein Musiktheaterabend los, Wachse oder weiche betitelt, die Kammerspiele sind seit Langem ausverkauft. Es geht um Selbstausbeutung von Bauern und Globalisierung im Allgäu, aber an diesem Abend interessiert das Publikum vor allem eines: Wird Schafroth etwas zu seinem kleinen Eklat in Grönland sagen? Zu seinem gründlich in die Hose gegangenen Auftritt in der Hauptstadt Nuuk, als er versucht hat, vor dem Kulturzentrum die US-amerikanische Flagge zu hissen, angeblich um sich über US-Präsident Donald Trump lustig zu machen? Erst mal nicht.