„Melania“: So nah dran an Melania, dass man außer Melania nichts sieht

Der Blick hinter die sogenannten Kulissen sollte sich, um von größerem Interesse zu sein, substanziell von dem davor unterscheiden. Der Dokumentarfilm Melania von und mit Melania Trump hatte jedenfalls „exklusives Filmmaterial“ und „nie zuvor gesehene Umgebungen“ versprochen und wenn damit die Fahrstühle, Flugzeuge und Autos gemeint waren, die sie zu allerlei wichtigen Ort bringen, dann hat man abschließend wirklich einen guten Überblick. 

Immer wieder sind da auch die Mitarbeiter des Secret Service, die mit beiden Händen gepanzerte Türen aufstemmen und in versteckte Mikros reden. Sie lassen Kamerateam und Zuschauer nicht überall mit hinein, es gibt viele Rückenansichten wichtiger Leute, aber sichtbar wird ohnehin nur das, was Melania Trump zeigen will. Als Executive Producerin sei sie an diesem Erstlingswerk ihrer Produktionsfirma Muse derart beteiligt gewesen, dass sie nicht nur über die Inhalte von Film und Trailer bestimmt, sondern auch die „Cliffhanger“ gestaltet sowie die Musikauswahl übernommen habe. Und nun ja, das merkt man.