Skifahrerin Kira Weidle-Winkelmann ist im letzten Rennen vor den Olympischen Winterspielen nur knapp an den Podestplätzen vorbeigefahren. Die Starnbergerin belegte beim emotionalen Heimsieg der Schweizerin Malorie Blanc im Super-G von Crans-Montana Rang fünf. Die zweite deutsche Starterin, Emma Aicher, schied nach einem Fahrfehler aus. Blanc siegte vor der Italienerin Sofia Goggia und der US-Amerikanerin Breezy Johnson. Goggias Teamkollegin Laura Pirovano steuerte auf die Bestzeit zu, verpasste dann aber das vorletzte Tor und vergoss Tränen der Enttäuschung.
Blanc verteilte nach ihrem ersten Weltcup-Sieg Handküsse ans begeisterte Publikum. Die 22-Jährige ist in der Nähe von Crans-Montana aufgewachsen. In der Silvesternacht hatte es in einer Bar in dem Wintersportort im Kanton Wallis eine Feuerkatastrophe mit 40 Toten und zahlreichen Verletzten gegeben.
Emma Aicher stürzt und schimpft über ihren „Anfängerfehler“
Sie sei „teilweise richtig, richtig gut“ gefahren, sagte Weidle-Winkelmann dem ZDF. „Vor allem im Mittelteil.“ Es sei ein „sehr gutes Gefühl, dass ich wieder vorne dabei bin“, kommentierte die WM-Zweite in der Abfahrt von 2021. Die entscheidenden Hundertstel hatte sie auf der letzten Welle vor dem Ziel verloren: „Da war der Rhythmus weg und ich habe sehr viel Zeit liegen lassen“, sagte die 29-Jährige.
Für Teamkollegin Aicher verlief die Olympia-Generalprobe indes wenig erfreulich. Nachdem sie sich in einer Rechtskurve zu weit nach innen gelehnt hatte, stürzte sie und ärgerte sich. Ein „Anfängerfehler“ sei das gewesen, sagte die 22-Jährige. „Das Skifahren passt gerade gut, will mich durch heute nicht runterbringen lassen.“ Sie wolle das Rennen „abhaken, daraus lernen und es besser machen“. Bei den Winterspielen in Italien, die am kommenden Freitag eröffnet werden, gilt Aicher als größte Medaillenhoffnung im deutschen Alpin-Team.
Die Amerikanerin Lindsey Vonn, die am Freitag bei der Abbruch-Abfahrt gestürzt war, verzichtete auf einen Start.
