Christian Stocker: Ein Kurz ist er nicht

Christian Stocker ist bislang eher ein Verlegenheitskanzler und sucht noch seine Rolle. Seine programmatische Rede zeigt: Die ÖVP knabbert an ihrer Vergangenheit.

Christian Stocker: Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) während seiner Rede in der Wiener Metastadt am Freitag
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) während seiner Rede in der Wiener Metastadt am Freitag
© Helmut Fohringer/​APA/​Getty Images

Kurz bevor es losgeht, fällt erst einmal der Ton aus. Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker wäre schon bereit für seine große Rede zur Lage in Österreich, doch er muss noch warten. Gemeinsam mit ein paar Hundert Gästen, vor allem Parteiprominenz, die sich am Freitag in der Wiener Metastadt versammelt haben, einem Veranstaltungszentrum in Transdanubien – also jenseits der Donau. Seit 333 Tagen ist Stocker nun im Amt, er hat angekündigt, das auch bleiben zu wollen und bei den nächsten Wahlen im Jahr 2029 als Spitzenkandidat antreten zu wollen. Damit das klappt, braucht er einen Befreiungsschlag. Hier und heute soll der stattfinden.