Christian Stocker ist bislang eher ein Verlegenheitskanzler und sucht noch seine Rolle. Seine programmatische Rede zeigt: Die ÖVP knabbert an ihrer Vergangenheit.
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Kurz bevor es losgeht, fällt erst einmal der Ton aus. Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker wäre schon bereit für seine große Rede zur Lage in Österreich, doch er muss noch warten. Gemeinsam mit ein paar Hundert Gästen, vor allem Parteiprominenz, die sich am Freitag in der Wiener Metastadt versammelt haben, einem Veranstaltungszentrum in Transdanubien – also jenseits der Donau. Seit 333 Tagen ist Stocker nun im Amt, er hat angekündigt, das auch bleiben zu wollen und bei den nächsten Wahlen im Jahr 2029 als Spitzenkandidat antreten zu wollen. Damit das klappt, braucht er einen Befreiungsschlag. Hier und heute soll der stattfinden.
