

Putin hatte bisher direkte Treffen mit Selenskyj stets abgelehnt, zuletzt etwa mit der Begründung, dieser sei nicht mehr legitimer Präsident der Ukraine. Tatsächlich ist Selenskyjs reguläre Amtszeit im Frühjahr 2024 abgelaufen, doch erlaubt das Kriegsrecht in der Ukraine keine Wahlen, weshalb er nach wie vor rechtmäßig im Amt ist.
Selenskyj sagte der „Ukrainska Prawda“ zufolge, die Ukraine wolle „konstruktiv ein echtes Ende des Krieges vereinbaren“, weshalb jedes ernstgemeinte Format für sein Land geeignet sei. Zugleich bezweifle er jedoch ernsthafte Absichten Putins. „Ich habe immer gesagt: Ich bin bereit für jedes Format, um den Krieg zu beenden, das funktioniert.“ Doch in Moskau oder Belarus sei das schlichtweg nicht möglich, „denn das sind Staaten, von denen einer ein Aggressor ist, der einen Krieg gegen uns begonnen hat, weiter führt und uns tötet, und das andere Land sein Partner dabei ist“.
Zuvor hatte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärt, dass Selenskyj bereit sei, sich persönlich mit Putin zu treffen, um zwei entscheidende Fragen für ein Kriegsende zu klären: die Frage nach der Zukunft des Donbass, den Russland komplett für sich beansprucht, sowie nach Sicherheitsgarantien für die Ukraine, die Russland bisher ablehnt.
