Zeugnistelefon: Hilfe für Schüler bei schlechten Noten

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„Zeugnisse sagen nichts darüber aus, wie ein Kind ist“ (4 Min)

Stand: 30.01.2026 11:13 Uhr

In Norddeutschland gibt es Halbjahres-Zeugnisse – für einige Kinder und Jugendliche ein Grund für Ängste und Sorgen. Telefon-Hotlines bieten kostenlos Hilfe und Rat.

Halbzeit für das laufende Schuljahr: In Norddeutschland bekommen die Schülerinnen und Schüler ihre Halbjahres-Zeugnisse: in Niedersachsen und Schleswig-Holstein am Freitag, dem 30. Januar, in Mecklenburg-Vorpommern am Freitag, dem 6. Februar. In Hamburg war die Ausgabe bereits am 29. Januar. Für einen Teil der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen ist dieser Tag kein Grund zur Freude, sondern mit Ängsten und Enttäuschung verbunden.

Hilfe am Telefon: „Nummer gegen Kummer“

Die Schulbehörden bieten deshalb in den Tagen um die Zeugnisausgabe telefonisch Rat und Hilfe (Telefonnummern siehe unten). Zudem unterstützt der bundesweite Verein „Nummer gegen Kummer“ Kinder und Jugendliche das ganze Jahr über in kritischen Situationen. Dort können sie am Telefon das Gespräch mit den Eltern üben. Die Experten raten dazu, offen über das Zeugnis zu sprechen und die Gründe für schlechte Noten zu benennen. Um sich sicherer zu fühlen, können sie eine Person ihres Vertrauens mit in das Gespräch nehmen – etwa die Oma oder eine gute Freundin.

Lehrer und Lehrerinnen können vermitteln

Erster Ansprechpartner für Schüler kann bei schlechten Noten auch ein Lehrer oder eine Lehrerin des Vertrauens sein. In schwierigen Fällen können sie möglicherweise zwischen Kindern und Eltern vermitteln, etwa mit einem Anruf bei den Eltern. Wenn Schüler ihre schwachen Noten nicht nachvollziehen können, raten die Experten von „Nummer gegen Kummer“ zu einem gemeinsamen Gespräch von Schülern und Eltern mit der Lehrkraft. Dabei sollten die Lehrerinnen und Lehrer nicht als Gegner, sondern als Partner gesehen werden.

Eltern sollten ihre Kinder nicht überfordern

Unter einer eigenen Nummer bietet der Verein „Nummer gegen Kummer“ auch Eltern Rat an, wie sie ihr Kind am besten unterstützen können. Manche Eltern neigten dazu, ihre Kinder zu überfordern, so die Pädagogen. Auch weniger gute Noten im Zeugnis verdienten das Lob der Eltern. Kinder seien oft selbst extrem enttäuscht von ihrer Leistung und machten sich große Sorgen.

Telefon-Hotlines und Beratungsstellen

Hier finden Kinder, Jugendliche und Eltern Rat und Hilfe bei Problemen mit den Zeugnissen – vertraulich und auf Wunsch auch anonym:

Niedersachsen: Zeugnistelefon der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung
Freitag, 30. Januar 2026, 9-15 Uhr: (0531) 484 3344
E-Mail: zeugnishotline@rlsb-lg.niedersachsen.de
Telefon und Mail für Kinder, Jugendliche und Eltern
Für Fragen zu Inhalten des Zeugnisses vermitteln die Servicestellen der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung.

Hamburg: Zeugnistelefon der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren
Mittwoch, 28. Januar 2026, bis Freitag, 30. Januar, 8.30-16 Uhr: (040) 4289685 36
Weitere Hilfe bieten die 13 Regionalen Bildungs- und Beratungszentren in den Stadtteilen.

Mecklenburg-Vorpommern: Zeugnissorgentelefon für Schülerinnen, Schüler und Eltern
jeweils in der Woche vor und nach dem letzten Unterrichtstag des Schulhalbjahres (6. Februar 2026)
montags bis freitags von 8-18 Uhr: (0385) 588 7987, sowie am Samstag nach der Zeugnisausgabe

Schleswig-Holstein bietet keine regionalen Ansprechpartner und verweist auf die „Nummer gegen Kummer“ (s.u.), Tel. 116 111.

Bundesweit: Nummer gegen Kummer, ganzjährig
Kinder- und Jugendtelefon: Mo-Sa, 14-20 Uhr: 116 111 (kostenlos vom Handy und Festnetz)
Online-Beratung: per Mail und Chat (mit längeren Wartezeiten ist zu rechnen)
Elterntelefon: Mo+Mi+Fr, 9-17 Uhr und Di+Do, 9-19 Uhr: (0800) 111 0 550 (kostenlos)
Helpline Ukraine: Telefonische Beratung auf Ukrainisch und Russisch für Kinder, Jugendliche und Eltern, Mo-Fr, 14-17 Uhr: (0800) 500 225 0 (kostenlos)

In einem Klassenraum stehen die Stühle auf den Tischen.

Die Ferientermine der norddeutschen Bundesländer auf einen Blick.

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