
AUDIO: Wintercheck für Kübel- und Zimmerpflanzen: Die besten Pflegetipps (34 Min)
Stand: 30.01.2026 04:00 Uhr
Sie befallen sowohl Zimmer- als auch Gartenpflanzen: Schildläuse verstecken sich an Zweigen und Blattunterseiten, sondern klebriges Sekret ab und schwächen die Pflanzen. Was hilft gegen die Schädlinge?
Sie sind nur wenige Millimeter groß und werden daher oft erst spät entdeckt: Schildläuse (Coccoidea). Ein Befall der Pflanzen fällt häufig erst dann auf, wenn ein klebriger Belag auf den Blättern oder gar auf der Fensterbank zu sehen ist. Dicht an dicht siedeln sich die Schädlinge insbesondere an den Blattunterseiten und in den Blattachseln an.
Schildläuse sondern Honigtau ab
Je nach Schildlaus-Art kann der typische rundlich-ovale Schild der Tiere bräunlich- gräulich, rötlich, aber auch gelb oder schwarz gefärbt sein. Die saugenden Insekten ernähren sich vom Pflanzensaft und scheiden ein Sekret aus überschüssigem Zucker, sogenannten Honigtau, aus. Weitere Anzeichen für einen fortgeschrittenen Befall mit Schildläusen sind gelbliche oder bräunliche Blätter, denn das Aussaugen des Zellsafts schwächt die Pflanzen. Dies kann zur Folge haben, dass sich wiederum Rußtaupilze ansiedeln, die sich als schwarzer Belag auf den Blättern zeigen.
Diese Pflanzen sind besonders häufig von Schildläusen befallen
Sowohl Zimmer-, Kübel- als auch Gartenpflanzen können von Schildläusen befallen werden. Sie bevorzugen Pflanzen mit verholzenden Trieben.
- Zimmerpflanzen: Orchideen, Sukkulenten, Ficus, Gummibaum
- Kübelpflanzen: Zitruspflanzen, Palmen, Oleander, Olivenbaum
- Gartenpflanzen: Lorbeer, Apfelbaum,Kirschbaum, Pfirsichbaum, Beerensträucher wie Johannisbeeren
Schutz vor Schildläusen: Vorbeugende Maßnahmen
Um dem Befall von Schildläusen vorzubeugen, sollte besonders auf die richtige Pflege und Standortwahl der jeweiligen Pflanze geachtet werden. Bevorzugt nistet sich der Schädling nämlich bei bereits geschwächten Wirtspflanzen ein. Neu gekaufte Pflanzen gründlich nach einem Befall absuchen, damit der Schädling nicht eingeschleppt wird. Bei Obstbäumen kann außerdem ein jährlicher Kalkanstrich im Herbst helfen. Dieser verhindert Risse in der Rinde, in denen sich Krankheitserreger und Schädlinge mit Vorliebe festsetzen.
Schildläuse vermehren sich am liebsten dort, wo es trocken und warm ist. Besonders in den Winter- und Frühlingsmonaten lohnt es sich daher, genauer hinzusehen – auch im Winterquartier. Befallene Pflanzen umgehend von anderen trennen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Schildläuse erfolgreich bekämpfen
Eine weibliche Schildlaus legt bis zu 250 Eier, aus denen in kürzester Zeit Larven schlüpfen. Pro Jahr wachsen mehrere Generationen heran, sodass schnelles Handeln erforderlich ist. Wird ein Befall entdeckt, die gesamte Pflanze gründlich absuchen. Bei einem geringfügigen Befall kann es zunächst ausreichen, betroffene Stellen abzuwischen oder vorsichtig abzubürsten.
Ist der Befall stärker, helfen Präparate aus dem Fachhandel, zum Beispiel auf Paraffinölbasis. In einem naturnah gestalteten Garten helfen Nützlinge wie Ohrwürmer und Marienkäfer dabei, Schildläuse in Schach zu halten.
Häufige Fragen zu Schildläusen
Bei leichtem Befall kann ein gründliches Abwischen und Abbürsten helfen. Im Fachhandel findet man zudem wirksame Präparate auf Paraffinölbasis. In einem naturnah gestalteten Garten helfen Nützlinge bei der Bekämpfung.






