

Wer sich fragt, wie Giorgia Meloni es geschafft hat, die nach Berlusconi am längsten regierende Ministerpräsidentin Italiens zu werden, dem liefert die Innenpolitik des Landes derzeit eine überzeugende Antwort: Die linke Opposition hat offenbar nichts Besseres zu tun, als sich darüber zu echauffieren, dass die Vereinigten Staaten während der olympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo auch ICE-Beamte für die Sicherheit amerikanischer Staatsbürger einsetzen.
Keine kriminelle Vereinigung
In der Sache scheint es, nach allem, was bisher bekannt ist, kein ungewöhnlicher Vorgang zu sein. Die Amerikaner setzen auch in anderen Staaten eigenes Sicherheitspersonal zu diesem Zweck ein.
Und bei aller Brutalität des Vorgehens in Minneapolis: ICE-Beamte sind nicht Mitglieder einer kriminellen Vereinigung, sondern Mitarbeiter einer Sicherheitsbehörde eines demokratischen Staates.
Das Fabulieren über „Trump-Milizen“, die mit „voller Immunität“ in Italien aufmarschieren, zeigt vor allem eines: Die anhaltende Ratlosigkeit der linken Parteien und Gewerkschaften im Umgang mit Meloni und ihren rechtspopulistischen Fratelli d’Italia.
Seit drei Jahren versuchen sie nun schon ziemlich erfolglos, das Schreckgespenst eines neofaschistischen Italiens an die Wand zu malen. Aber Meloni geht ihnen einfach nicht auf den Leim. Da werden der italienischen Linken auch Trumps ICE-Beamte nicht helfen.
