Bayer Leverkusen erreicht Playoffs der Champions League

Leverkusen bejubelt die Führung

Stand: 29.01.2026 00:08 Uhr

Mit einem ungefährdeten Sieg gegen einen harmlosen FC Villarreal hat Bayer Leverkusen die Playoffs der Champions League erreicht.

Bayer setzte sich am Mittwochabend im letzten Spiel der Ligaphase hochverdient mit 3:0 (2:0) durch und feierte den ersten Heimsieg in der laufenden Champions-League-Saison. Doppelpacker Malik Tillman (12./35.) und Alejandro Grimaldo (57.) erzielten die Tore für Leverkusen.

Leverkusen nun gegen BVB oder Piräus

Die Begegnungen der Playoffs werden am 30. Januar (12 Uhr) ausgelost. Als Tabellen-16. trifft Bayer entweder im deutschen Duell auf Borussia Dortmund (Platz 17) oder auf den griechischen Vertreter Olympiakos Piräus (Platz 18) und hat im Rückspiel Heimrecht.

Für den FC Villarreal, der in der ersten Halbzeit eine desolate Leistung zeigte, ging es sportlich um nichts mehr: Mit nur einem Punkt hatten die Spanier als Vorletzter schon vor der Partie keine Chance mehr, die Playoffs zu erreichen.

Nach dem 1:0-Sieg über Werder Bremen am Samstag änderte Bayer-Coach Kasper Hjulmand seine Startelf auf zwei Positionen: Für Jonas Hofmann (nicht spielberechtigt) und Ernest Poku (Bank) begannen Ezequiel Fernández und Tillman. Der für den verletzten Stammkeeper Mark Flekken einen Tag zuvor ausgeliehene Jonas Omlin saß auf der Bank. Villarreal tauschte nach der 0:2-Liga-Niederlage gegen Real Madrid gleich acht Mal – was sich im Spiel des „Gelben U-Boots“ auch bemerkbar machte.

Keeper Tena schenkt Leverkusen die Führung

Leverkusen kontrollierte von Beginn an das Spiel, ging hoch ins Pressing und erspielte sich erste Chancen. Nach einem präzisen Steckpass von Leverkusens Aleix Garcia hinter die Abwehrkette zog Grimaldo (10.) in den Strafraum, entschied sich dann aber für einen Querpass, der von Villarreal abgefangen wurde. Ibrahim Maza (11.) gab aus 19 Metern den ersten Torschuss für Bayer ab, der links am Tor vorbeiflog.

Beim Leverkusener Führungstreffer half Villarreals Torhüter Arnau Tenas kräftig mit. Nach einem kurzen Abstoß bekam Tenas den Ball zurück, wartete zu lange und schoss beim Abschlag-Versuch den anlaufenden Tillman (12.) an, von dessen linkem Bein der Ball ins Tor prallte. Bayer blieb am Drücker. Nach einem erneuten Ballverlust der Spanier im eigenen Strafraum zögerte Loïc Badé (20.) zu lange und schoss einen Verteidiger an.

Doppeltes Alu-Pech für Bayer

Nach 22 Minuten kamen die bis dahin blassen Gäste zu ihrer ersten Möglichkeit, als Renato Veiga einen Kopfball bei einem Freistoß von Nicolas Pépé neben den rechten Pfosten setzte – es sollte die einzige nennenswerte Chance der Gäste in Halbzeit eins bleiben. Denn dann spielte wieder nur Leverkusen.

Nach einem Querpass von Grimaldo strich ein Schuss von Maza (25.) aus 13 Metern knapp am rechten Pfosten vorbei. In der nächsten Szene hatte Bayer viel Pech: Nach einem Flachschuss von Maza (26.) prallte der Ball gegen den linken Pfosten, sprang von dort gegen den Rücken von Keeper Tenas und dann gegen die Querlatte – erst danach bekam Tenas die Kugel kurz vor der Torlinie zu fassen.

Villarreal kam kaum aus der eigenen Hälfte und leistete sich weiter grobe Fehler in der Defensive. Patrik Schick (30.) scheiterte mit einem Volleyschuss noch an Tenas, doch kurz darauf fiel das 2:0 für die dominanten Leverkusener. Nach einer Grimaldo-Flanke legte Schick den Ball mit dem Kopf Richtung Strafraumkante ab, wo der unbedrängte Tillman (35.) stand und mit einer Direktabnahme flach unten rechts ins Eck traf. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit nahm Bayer etwas das Tempo raus. Zur Pause musste sich Leverkusen nur vorwerfen, nicht mehr der zahlreichen Großchancen genutzt zu haben.

Grimaldo macht den Deckel drauf

Nach der Halbzeitpause kam Villarreal mit einer anderen Körpersprache aus der Kabine und ging beherzter in die Zweikämpfe. Als Pépé (55.) in den Bayer-Strafraum dribbelte, setzte Ezequiel Fernández zu einer resoluten Grätsche an und hatte wohl auch einen Kontakt mit dem Rechtsaußen, doch Schiedsrichter Espen Eskås zeigte Pépé wegen einer Schwalbe die Gelbe Karte – wohl auch, weil der 30-Jährige sehr theatralisch zu Boden ging.

Kurz nach diesem Aufreger schlug Leverkusen wieder zu. Lucas Vázquez flankte von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten, wo der allein gelassene Grimaldo (57.) den Ball mit seinem starken linken Fuß direkt nahm und ihn ins kurze Eck setzte. Anschließend hatte Bayer die Partie wieder im Griff und ließ den Ball laufen. Pépé (64.) kam noch zu einer Chance, doch sein Versuch auf das kurze Eck bereitete Leverkusens Torwart Janis Blaswich kein Probleme. In den letzten 20 Minuten war die Partie nach vielen Wechseln etwas zerfahren, Leverkusen ließ nichts mehr anbrennen.

Leverkusen nun bei der Eintracht

Die nächste Partie steht für Leverkusen am Samstag (31. Januar/15.30 Uhr) an, wenn Bayer in der Liga bei Eintracht Frankfurt zu Gast ist.