Ist das Leidenschaft oder Wahnsinn? Ein Mann kämpft bei minus 42 Grad gegen einen Schneesturm an. Der Sturm peitscht ihm Flocken ins Gesicht – doch wer möchte hier von einem Gesicht sprechen? Die Maske, die Nase und Mund schützen soll, ist längst selbst zu einer Eiswand geworden, und die Augen mit den kristallisierten Brauen wirken, als hätte sich ein Folterknecht eine ganz besondere Methode ausgedacht. Drei Finger seien ihm schon eingefroren, sagt er, und dennoch drückt er mit seiner Kamera ab, als gäbe es nichts Wichtigeres als diese Schlittenhunde vor ihm. Als hätte nicht jeder längst begriffen, dass dieser Fotograf in unbarmherzigen Umständen arbeitet, fragt eine Stimme aus dem Hintergrund: „Sag’ mal, wie ist es, hier zu fotografieren?“ Der Mann antwortet: „Es ist entsetzlich.“
