
Immer mehr Frauen entscheiden sich für ein Studium in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (Mint). 2024 sei mehr als ein Drittel der Erstsemesterstudentinnen in diesen Fächern weiblich gewesen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit stieg der Anteil innerhalb der letzten zehn Jahre um fünf Prozentpunkte auf 36 Prozent auf einen neuen Höchststand.
Unter den Mint-Fächern gibt es allerdings deutliche Unterschiede bei der Geschlechterverteilung: Am höchsten war der Frauenanteil laut Statistischem Bundesamt in der Fachrichtung Innenarchitektur mit 87 Prozent. Am niedrigsten war der weibliche Anteil mit zehn Prozent in der Fahrzeugtechnik.
Frauen beginnen Mint-Ausbildungen deutlich seltener
Langfristig haben weniger Menschen – sowohl Frauen als auch Männer – ein Mint-Studium angefangen. Die Gesamtzahl an Studienanfängerinnen und -anfängern sank innerhalb der vergangenen zehn Jahre um fünf Prozentpunkte auf rund 318.000 im Jahr 2024. Im Vergleich zum Vorjahr 2023 stieg die Zahl jedoch um drei Prozent.
Für Ausbildungen im Mint-Bereich entscheiden sich immer mehr Menschen. Zwischen 2014 und 2024 stieg die Zahl der Auszubildenden in diesen Berufen um fünf Prozent auf etwa 167.700 Menschen. Von ihnen waren jedoch nur zwölf Prozent weiblich. Im Zehnjahresvergleich bedeutet das eine minimale Steigerung des Frauenanteils um einen Prozentpunkt. Besonders selten ergriffen Frauen Ausbildungen zur Elektronikerin, Anlagenmechanikerin oder Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikerin.
