

Gefrierender Regen, Böen und Schnee: Zum Wochenstart erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zunächst weiter Glätte für Teile Deutschlands. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin warnen die Meteorologen vor Glatteis. Durch überfrierenden Regen könnte es auf den Straßen gefährlich werden.
In Berlin wurde an diesem Montagmorgen der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt. „Bitte nutzen Sie wenn möglich S + U-Bahn und Bus“, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf ihrer Internetseite mit. Auch die Ringbahn sei infolge einer Streckensperrung unterbrochen, teilte die S-Bahn mit. Ob das ebenfalls am Wetter liegt, blieb zunächst offen.
Polizei und Berliner Stadtreinigung (BSR) warnen vor extremer Glätte. Zwar streue der Winterdienst der BSR auf wichtigen Strecken inklusive der Radstreifen, teilte das Unternehmen mit. Aufgrund starken Regens sei das Feuchtsalz aber teilweise von den Fahrbahnen gespült worden. In Nebenstraßen sowie auf vielen Rad- und Gehwegen werde zudem kein Auftaumittel eingesetzt. Hier sei es deswegen extrem glatt.
In Hessen kamen vielerorts mehrere Zentimeter Schnee vom Himmel. Auf den Autobahnen 3 und 5 müssen Berufspendler viel Geduld mitbringen. Es gab mehrere Unfälle, mehrere Kilometer mit Stau etwa in der Wetterau auf der A5 sind die Folge. An der A3 ist die Abfahrt Hanau wegen querstehender Lastwagen gesperrt.
In Baden-Württemberg waren in der Nacht auf einer Autobahnüberleitung bei der Stadt Weinsberg 15 bis 20 Fahrzeuge sind zeitweise im Schnee stecken geblieben – darunter vor allem Lastwagen.
Die Wetterlage an diesem Montag
Ein „kleinräumiges, aber wetterwirksames Tief“ zieht nach DWD-Angaben seit Sonntag über die Alpen hinweg nach Norden. Es komme dabei zu kräftigen Schneefällen, im Osten zu Glatteis.
Im Nordosten entspanne sich die Glatteissituation wegen gefrorener Böen an diesem Montagmorgen nur zögerlich. Auch in Südostbayern und Ostsachsen bestehe weiter Gefahr durch überfrierende Nässe. Dagegen bringe weniger Regen und ein Temperaturanstieg in Sachsen und Südbrandenburg vorübergehende Entspannung.
Schnee könnte vom Süden bis in den Norden fallen. Im bayerischen Franken warnt der DWD in mehreren Landkreisen vor starkem Schneefall. In den Landkreisen Haßfurt, Bamberg, Forchheim, Schweinfurt, Erlangen und Lichtenfels könnten es zwischen 15 und 20 Zentimeter Neuschnee geben.
Nach starken Schneefällen vor allem in Franken fällt an vielen Schulen der Präsenzunterricht aus. Die Behörden begründeten die Entscheidung mit nicht sicheren Schulwegen und anhaltenden winterlichen Witterungsverhältnissen. Auch in mehreren Landkreisen Niedersachsens kommt es wegen Schneefalls und Glätte zu Schulausfällen.
Viel Schnee im Südwesten
Bereits am Sonntag hatten die Meteorologen vor unwetterartigen Neuschneemengen im Südwesten durch ergiebigen Schneefall gewarnt. Es bestehe die Gefahr, dass Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Mit Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr sei zu rechnen. Regional könne extremes Unwetter nicht ausgeschlossen werden.
Der Westen bleibe weitgehend verschont. Westlich des Rheins seien kaum Niederschläge zu erwarten, gleichzeitig ist es hier mit zwei bis fünf Grad am mildesten, am Oberrhein sind sieben Grad möglich. Für die übrigen Landesteile erwartet der DWD minus ein bis plus zwei Grad.
Auch in der Nacht auf Dienstag werde es gebietsweise weiter schneien, die Intensität lasse aber nach. Glätte durch Schnee, Schneematsch und gefrierende Nässe seien weiter möglich.
