Die Finanzmärkte sind angesichts der Politik von US-Präsident Donald Trump so verunsichert wie nie. Der Goldpreis spiegelt ihre Angst wider.
© Uli Deck/dpa
Der Goldpreis hat
erstmals die Rekordmarke von 5.000 Dollar je Feinunze überstiegen – ein Zeichen
für zunehmende Risikoscheu vieler Anleger infolge der von US-Präsident Donald
Trump ausgelösten wachsenden geopolitischen Spannungen. Nach Börsenstart in
Asien kletterte der Goldpreis am Montagmorgen zeitweise auf über 5.052 Dollar –
ein Anstieg um mehr als 1,2 Prozent innerhalb weniger Stunden. Gold gilt als
sichere Anlage und Gradmesser der Anlegerangst in turbulenten Zeiten.
Bereits im Jahr
2025 hatte sich Gold um 64 Prozent verteuert. Die
jüngste Rally aber zeugt von der nachhaltigen Verunsicherung an den
Finanzmärkten über die Politik der US-Regierung. US-Präsident Trump hat unter
anderem mit wiederholten Angriffen auf US-Notenbankchef Jerome Powell, Besitzansprüchen
auf Grönland sowie der gewaltsamen Entmachtung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro zu einer Flucht in Goldanlagen beigetragen.
Zusätzlich
beflügelt den Goldpreis eine lockere US-Geldpolitik, die Nachfrage von
Zentralbanken sowie Rekordzuflüsse in börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs.
China hatte seine Goldkäufe im
Dezember den 14. Monat in Folge fortgesetzt. Analysten wie der Marktbeobachter
Ross Norman von der Analysewebsite Metals Daily rechnen damit, dass der Goldpreis in
diesem Jahr sogar auf 6.400 Dollar je Feinunze steigen könnte.
