Traumtore bei Waldhof Mannheim – FC Hansa Rostock baut Erfolgsserie aus

3. Liga

Stand: 25.01.2026 20:37 Uhr

Der FC Hansa Rostock bleibt an den Top-Teams der 3. Fußball-Liga dran. Die Mecklenburger setzten sich am Sonntag nach einer glänzenden Vorstellung klar mit 4:0 (2:0) beim SV Waldhof Mannheim durch. Der FCH ist nun schon seit zwölf Ligapartien ungeschlagen.

von Christian Görtzen

Durch den Erfolg in der Kurpfalz halten die Rostocker mit dem MSV Duisburg und Energie Cottbus Schritt, beide Teams hatten ihre Partien schon am Sonnabend gewonnen. Das Team von Hansa-Trainer Daniel Brinkmann kehrte am 21. Spieltag mit jetzt 38 Zählern auf den vierten Tabellenplatz zurück, den es tags zuvor an Rot-Weiss Essen verloren hatte.

Heute Abend könnte sich der drittplatzierte SC Verl (38) durch einen Sieg in Wiesbaden Rang eins zurückholen. Doch der Kurs stimmt: Zuletzt hat Hansa am 30. September in der Liga verloren (1:3 im Heimspiel gegen Cottbus).

Dirkner trifft mit Traumtor zur Führung

Brinkmann hatte erneut auf die Spieler gesetzt, die auch schon vor einer Woche beim 2:1 gegen Erzgebirge Aue begonnen hatten. Und seine Elf zahlte schon in der Anfangsphase das Vertrauen zurück – insbesondere die Offensivspieler Ryan Naderi und Jonas Dirkner, die beide gegen die „Veilchen“ getroffen hatten. Nach fünf Minuten haderte Naderi noch damit, dass er seinen Kopfball aus zehn Metern knapp neben den Pfosten des Waldhof-Tores gesetzt hatte.

Wenig später machte es der von vielen Vereinen umworbene Angreifer dann richtig stark, als er mit dem Rücken zum gegnerischen Tor Übersicht bewies und schön für Dirkner auflegte. Und der verwertete das Zuspiel herausragend: Der gebürtige Rostocker zog mit Vollspann ab und jagte die Kugel mit leichtem Außenrist-Effet unter die Latte – 1:0 für Hansa (12.) – ein Traumtor!

Voglsammer erhöht gegen dezimierte Mannheimer

Der FC Hansa war auch in der Folgezeit das bestimmende Team. Aus der gefühlten zahlenmäßigen Überzahl wurde nach einer halben Stunde eine faktische: Der zuvor schon verwarnte Emmanuel Iwe hielt nahe der Mittelinie gegen Jan Mejdr den Fuß drauf und sah dafür die Gelb-Rote Karte (30.).

Gegen nur noch zehn Mannheimer legten die Mecklenburger zügig das 2:0 nach. Initiator war erneut Naderi. Der 22-Jährige nutzte in der 39. Minute das schwache Abwehrverhalten seines Gegenspielers Oluwaseun Ogbemudia im Waldhof-Strafraum aus, luchste ihm kurz vor der Torauslinie den Ball ab und flankte dann halbhoch in den Strafraum – präzise zu Andreas Voglsammer, der ins lange Eck einköpfte.

Video:
Waldhof Mannheim – Hansa Rostock: Die Tore (3 Min)

Hansa-Keeper Uphoff verhindert Anschlusstor

Wer gedacht hatte, dass die Rostocker die Partie gegen dezimierte Gastgeber einigermaßen entspannt würden herunterspielen können, sah sich zunächst getäuscht. Waldhof erarbeitete sich gute Torchancen. In der 59. Minute war Felix Lohkemper dem Anschlusstreffer schon nahe. Noch viel besser war seine Möglichkeit wenig später. Er rannte allein mit dem Ball am Fuß auf das Hansa-Tor zu, doch er scheiterte an Hansa-Keeper Benjamin Uphoff, der den Schuss stark mit dem Fuß parierte (66.).

Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv

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Naderi legt zum dritten Mal zu einem Tor auf

Nach einer weiteren Gelegenheit für Mannheims Lovis Bierschenk (72.) sorgte Rostock schließlich für klare Verhältnisse. Der kurz zuvor eingewechselte Emil Holten schob den Ball zum 3:0 ein (75.). Auch er traf auf Vorlage von Naderi, für den Angreifer war es der dritte Assist an diesem Tag. Die Partie war entschieden, aber damit war es noch nicht getan.

Zweites Traumtor durch Christian Kinsombi

Die Hanseaten krönten die imponierende Vorstellung mit einem weiteren Traumtor. Nach Vorlage von Cedric Harenbrock zog der gerade erst eingewechselte Routinier Christian Kinsombi aus dem Lauf volley ab und traf herrlich mit Innenpfosten-Kontakt ins linke Eck. Das Tor zum 4:0 (85.) war vielleicht sogar noch etwas schöner als das 1:0. So oder so: Für das Hansa-Team und seine Fans war es ein perfekter Nachmittag in Mannheim.

21. Spieltag, 25.01.2026 13:30 Uhr

Nijhuis – Klünter, Ogbemudia (53. Thalhammer), N. Hoffmann, Sechelmann (83. Kryeziu) – Sietan, Michel – Iwe, Ferati (67. Bierschenk), V. Thill (46. Asallari) – Lohkemper (67. Boyd)

0

Uphoff – Mejdr (46. Neidhart), Gürleyen, Carstens (78. Pfanne), Bergh – M. Schuster – Dirkner, Fatkic (83. C. Kinsombi) – Dietze (68. Harenbrock) – Voglsammer (68. Holten), Naderi

4

Tore

  • 0:1 Dirkner (12.)
  • 0:2 Voglsammer (39.)
  • 0:3 Holten (75.)
  • 0:4 C. Kinsombi (85.)

Weitere Daten zum Spiel

Robin Meißner, Stürmer des VfL Osnabrück

Alle Zu- und Abgänge der norddeutschen Fußball-Drittligisten Hansa Rostock, VfL Osnabrück und TSV Havelse in der Saison 2025/2026 im Überblick.