Auflauf: Rezepte und Tipps für das leckere Ofengericht

Stand: 23.01.2026 17:48 Uhr

Ob mit Brokkoli, Tortellini oder Kartoffeln: Aufläufe lassen sich gut vorbereiten und schmecken besonders, wenn es draußen kalt ist. Tipps und Rezepte für klassische Aufläufe, Gratins und Überbackenes.

Aufläufe lassen sich gut vorbereiten und eignen sich daher auch, wenn man nicht genau weiß, wann das Essen auf dem Tisch stehen soll. Sie sind außerdem ideal, um Reste vom Vortag auf leckere Weise zu verwerten, denn man kann gegartes Gemüse und Kartoffeln oder auch Reste vom Braten einfach zusammenmischen.

Meist werden die Zutaten für den Auflauf zunächst vorgekocht oder angebraten und dann im Ofen überbacken. Bei reinen Gemüse- oder und Kartoffelaufläufen kann man sich das Vorkochen aber auch sparen. Dann empfiehlt es sich, die Zutaten möglichst klein oder in dünne Scheiben zu schneiden, damit sie schneller gar sind.

Auberginen-Auflauf in einer Auflaufform

Mit oder ohne Fleisch, mit Nudeln oder Kartoffeln, salzig oder süß: Rezepte für Gerichte aus dem Ofen, die einfach lecker sind.

Gemüseaufläufe: Einfach und Lecker

Die meisten Gemüsesorten eignen sich hervorragend, um sie als Auflauf zuzubereiten. Die Auswahl kann man danach treffen, was gerade Saison hat. Für einen Brokkoliauflauf beispielsweise das Gemüse einfach in Röschen schneiden und mit einer Soße aus Eiern, Sahne und eventuell etwas Milch oder Gemüsebrühe übergießen. Wer mag, ergänzt den Auflauf mit weiterem Gemüse oder Kartoffeln.

Eine Auflaufform mit Paprika, Brokkoli und anderem Ofengemüse.

Dieses einfache Ofengericht kann man nach Belieben entweder als Auflauf mit einer Eiermilch überbacken oder pur servieren.

Wichtig: Die Garzeit der Zutaten sollte ungefähr ähnlich sein. Wer feste und weichere Gemüsesorten kombinieren möchte, sollte daher das festere Gemüse – beispielsweise Möhren und anderes Wurzelgemüse – eventuell vorkochen oder in kleinere Stücke schneiden.

Kartoffeln vorkochen oder in dünne Scheiben schneiden

Bei Kartoffeln empfiehlt es sich, sie für Aufläufe vorzukochen. Dadurch verringert sich die Garzeit. Alternativ kann man sie in dünne Scheiben schneiden. Auf diese Weise wird traditionell auch Kartoffelgratin zubereitet. Dafür die rohen Kartoffelscheiben in eine gebutterte Auflaufform schichten. Eine Soße aus Sahne und Milch vorbereiten, mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Muskat würzen und darüber gießen.

Nudelauflauf: Lecker mit Gemüse oder Fleisch

Nudelaufläufe kommen meist bei der ganzen Familie gut an. Kurze Nudeln wie Penne oder Spirelli eignen sich besonders gut. Die Nudeln nur kurz in Salzwasser vorkochen – sie garen im Ofen weiter. Besonders einfach ist die Zubereitung mit Tortellini aus dem Kühlregal, denn sie benötigen kein Vorkochen. Die Nudeln lassen sich gut mit Gemüse kombinieren, beispielsweise mit Brokkoli, Champignons, Tomaten oder Erbsen. Wer mag, gibt noch gewürfelten gekochten Schinken oder klein geschnittene, gebratene Hähnchenbrust dazu oder – für eine vegetarische Variante – angebratene Tofuwürfel.

EIn tiefer Teller mit einem Makkaroni-Auflauf.

Der italienische Klassiker ist schnell und einfach im Ofen gemacht. Tarik Rose bereitet eine vegetarische Variante zu.

Nudelauflauf mit Spitzkohl und Tomatensoße

Vegetarische Küche: Für den Auflauf vermengt Rainer Sass Penne, Gemüse und drei verschiedene Käsesorten.

Soßen für Aufläufe

Sein Aroma bekommt der Auflauf vor allem durch die Soße. Klassiker ist eine Eiermilch oder Eiersahne, die im Ofen stockt und dem Auflauf dadurch Festigkeit verleiht. Zu Aufläufen mit Kohlrabi, Kartoffeln, Blumenkohl oder Brokkoli passt eine Bechamelsoße gut, allerdings wird der Auflauf dann nicht so fest. Auch Tomatensoße – mit oder ohne Hackfleisch – harmoniert hervorragend mit überbackenen Nudeln sowie vielen Gemüsesorten.

Auflauf überbacken – mit Käse oder Semmelbröseln

Spitzkohlauflauf in einer Auflaufform und ein gefüllter Teller mit Auflauf stehen auf dem Tisch.

Feta eignet sich gut zum Überbacken deftiger Aufläufe mit Hackfleisch und Kohl.

Richtig lecker werden Ofengerichte durch eine knusprige Haube, etwa eine schöne, goldbraune Käsekruste. Zum Überbacken eignen sich, ganz nach persönlichem Geschmack, sowohl milde als auch kräftigere Käsesorten. Der Fettgehalt sollte bei mindestens 30 Prozent liegen, damit der Käse gut schmilzt. Nudelauflauf schmecken gut mit Parmesan, Grana Padano oder Pecorino, zu Gemüse passen sowohl Gouda als auch Emmentaler, Berg- oder Raclettekäse.

Mozzarella eignet sich gut zum Überbacken von Nudelaufläufen und Aufläufen mit Tomaten. Feta schmeckt ebenfalls sehr gut, schmilzt aber nicht, da sein Fettgehalt nur bei etwa 20 Prozent liegt. Sehr kräftige Käsesorten wie Gorgonzola sind lecker zum Überbacken von Brokkoli oder Spinat. Bei Weichkäsesorten wie Camembert vor dem Überbacken den weißen Mantel aus Schimmelpilzkulturen abschneiden, da er nicht verläuft und nach dem Erhitzen schnell bitter schmeckt. Wer keinen Käse mag, kann zum Überbacken Semmelbrösel und einige Flöckchen Butter verwenden – für eine vegane Variante die Butter einfach weglassen. Weitere Möglichkeit: Aus Hefeflocken, Mehl oder Mandelmus sowie etwas Wasser eine vegane Creme anrühren. Diese über den Auflauf geben, sie bildet im Ofen eine knusprige Kruste.

Süße Aufläufe mit Streuseln und Grieß

Auch Süßspeisen lassen sich als Aufläufe zubereiten, etwa mit Grießbrei. Dazu ein Eigelb und ein steif geschlagenes Eiweiß unter den Brei heben und mit Kirschen, Heidelbeeren, Birnen oder anderem Obst in eine Auflaufform füllen und im Ofen überbacken. Ebenfalls lecker als Nachtisch oder zum Kaffee ist Apple Crumble. Dazu klein geschnittene Äpfel mit einem krümeligen Streuselteig aus Butter, Mehl, Zucker und Zimt bedecken und im Ofen backen.

Apple Crumble auf einem Teller serviert

Der süße Auflauf mit flambierten Äpfeln, Nüssen und Streuseln ist schnell gemacht und schmeckt immer.

Apfel-Crumble mit Knuspermüsli-Brösel in einer Auflaufform

Die karamellisierten Apfelscheiben mit knusprigen Streuseln sind ein köstliches, schnell zubereitetes Dessert.