Teils mehr als MonateBerufseinsteiger müssen wohl immer länger auf Jobs warten
24.01.2026, 17:43 Uhr
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Der Einstieg ins Berufsleben wird laut einem Bericht für junge Menschen immer schwieriger. Die Dauer der Arbeitslosigkeit verlängert sich drastisch im Vergleich zu 2018. Auch KI soll eine Rolle spielen.
Berufseinsteigerinnen und -einsteiger suchen einem Bericht zufolge immer länger nach einem Job. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Grünen-Anfrage berichtete, brauchte vergangenes Jahr mehr als ein Fünftel der Betroffenen nach der Ausbildung über sechs Monate, um den ersten Job antreten zu können. Bei Akademikerinnen und Akademikern waren es sogar 23 Prozent.
Im Jahr 2018 gelang demnach noch rund jedem und jeder Vierten der Einstieg in die Berufswelt innerhalb eines Monats, nun gilt das nur noch für jeden Fünften. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung stieg seit 2019 um etwa 19 Tage auf nun 134 Tage an, wie aus den Zahlen laut „Handelsblatt“ weiter hervorgeht.
„Die Bundesregierung bestätigt damit, dass der Berufseinstieg für viele junge Menschen zunehmend länger und schwerer wird“, sagte die Grünen-Arbeitsmarktexpertin Sylvia Rietenberg der Zeitung. Sie verwies auch auf die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI): „KI verändert den Arbeitsmarkt rasant, doch die Bundesregierung weiß nicht einmal, wie viele Einstiegsstellen bereits weggefallen oder umgebaut worden sind“, kritisierte Rietenberg. Dieser Wandel müsse gestaltet werden, und dafür brauche es „ein genaueres Bild der Lage“.
