Kitzbühel: Giovanni Franzoni gewinnt Hahnenkamm-Abfahrt auf der Streif

Der Italiener Giovanni Franzoni
hat die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel gewonnen. In einem Hundertstel-Krimi setzte sich der 24 Jahre alte
Skirennläufer vor dem Schweizer
Superstar Marco Odermatt durch. Dritter beim prestigeträchtigen Weltcup
in Tirol wurde der Franzosen Maxence Muzaton. „Unglaublich. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“ sagte Franzoni nach dem Sieg. 

Im Moment seines größten Erfolges habe er an seinen verstorbenen
Ski-Weggefährten Matteo Franzoso dachte. „Ich weiß, dass er stolz auf
mich wäre.“ Damit durchbrach der Italiener, der das
Rekord-Siegerpreisgeld von 101.000 Euro erhielt, auch die
Schweizer Dominanz in der Abfahrt nach vier Siegen in den ersten vier
Saisonrennen.

Für ein Freude im deutschen Team sorgte
Luis Vogt: Der 23-Jährige fuhr zu einem starken Platz acht, und das
trotz der hohen Startnummer 40. Dies war das beste Weltcup-Ergebnis in
Vogts bisheriger Karriere. „Saugeil“, sagte er. „Ich glaube, das hat man
im Ziel gesehen. Ich freue mich richtig.“ Vogt lag lediglich 0,95 Sekunden hinter dem
Sieger. Simon Jocher (+1,99 Sekunden) kam auf Rang 30. Routinier Romed
Baumann (2,64 Sekunden zurück) schaffte es nur auf Rang 43.

Odermatt, der noch nie die prestigeträchtige
Abfahrt in Kitzbühel gewonnen hat, war nach seiner Fahrt sichtlich
enttäuscht. „Heute gab es nur eins, das war der Sieg. Wenn man ihn dann
um sieben Hundertstel verpasst, dann tut das schon weh.“ So knapp wie in
diesem Jahr war der Rückstand allerdings noch nie. Ein kleiner Trost
bleibt: Mit seinem 100. Podestplatz im Weltcup durchbricht Odermatt eine
weitere Schallmauer.