Skispringen: Prevc rückt die Verhältnisse wieder zurecht

Nika Prevc auf der Großschanze von Sapporo

Stand: 24.01.2026 09:54 Uhr

Während sich Skispringerin Nika Prevc nach ihrer kleinen „Durststrecke“ beim Weltcup in Sapporo den zwölften Sieg in diesem Winter schnappt, reicht es für Selina Freitag und Co. erneut nicht für einen Podestplatz.

Freitag wurde beim ersten von zwei Wettbewerben auf der Olympiaschanze von 1972 beste Deutsche und landete auf Platz fünf. Die 24-Jährige von der SG Nickelhütte Aue konnte sich vor allem im zweiten Durchgang mit einem Satz auf 129,5 Meter noch einmal steigern und lag im Endklassement damit auch vor Teamkollegin Agnes Reisch, die noch auf Platz acht zurückfiel.

Einen überlegenen Sieg von der Großschanze feierte Weltmeisterin Nika Prevc. Die Slowenin hatte in Zao zuletzt zweimal der Konkurrenz den Vortritt lassen müssen. Dieses Mal ließ die Weltcup-Dominatorin überhaupt nichts anbrennen und sicherte sich mit Sprüngen auf 129 und 128 Meter (279,4 Punkte) ihren zwölften Sieg in diesem Winter. Die große Favoritin auf Olympia-Gold distanzierte dabei die zweitplatzierte Kanadierin Abigail Straite um 5,5 Punkte. Dritte wurde die Norwegerin Anna Odine Ström (260,3).

Freitag tankt Selbstvertrauen im zweiten Durchgang

Schon nach dem ersten Durchgang war die Spitze für Freitag als Siebte und Reisch als Fünfte so gut wie außer Reichweite. Denn der Rückstand auf Prevc betrug bereits zu diesem Zeitpunkt fast 15 Punkte. Freitag erwischte bei ihrem zweiten Sprung dann auch noch schwierige Bedingungen, löste diese aber mit Bravour und setzte die Konkurrenz unter Druck. Für den Angriff auf das Podest sollte es allerdings nicht reichen. Dafür hatte sie im ersten Durchgang zu sehr Federn lassen, wodurch ihr umgerechnet vier Meter fehlten.

Bei Reisch lief es quasi andersherum. Sie hatte schon in der Qualifikation als Zweite eine gute Leistung gezeigt und auch im ersten Durchgang lief es mit 126,5 Metern rund. Im Finale fehlte ihr dann allerdings das Timing am Schanzentisch und die nötige Höhe. Zudem gab es bei der Landung nach 123 Metern Punktabzüge, wodurch sie noch einige Plätze zurückfiel.

Schmid steigert sich im zweiten Versuch

Katharina Schmid konnte sich im Vergleich zu ihren Auftritten in Zao, wo sie als 29. ihr schlechtestes Weltcup-Ergebnis seit zehn Jahren verkraften musste, etwas steigern. Die Rekordweltmeisterin sucht bei ihrer Abschiedstournee aber weiter nach Konstanz in ihren Sprüngen. Bei ihrem ersten Versuch sollte mit 118 Metern noch wenig zusammenlaufen, deutlich besser lief es für sie dann im zweiten Durchgang. Nach 121,5 Metern konnte Schmid noch drei Plätze gutmachen und landete auf Rang 14.

Grund zur Freude hatte auch Emely Torazza, die es nach zuletzt vier erfolglosen Versuchen mal wieder unter die Top 30 schaffte. Nach 115 Metern im ersten Durchgang konnte sie sich im Anschluss (109,5 Meter) noch um einen Platz verbessern und wurde 27. Juliane Seyfarth (117/108 Meter) ordnete sich noch zwei Plätze vor ihrer Teamkollegin ein. Anna Hollandt blieb im Finale, wie schon zuletzt in Zao, nur die Zuschauerrolle. Ihre 106 Meter sollten nur für Rang 35 reichen.