
Von der Tribüne aus verfolgt Miroslav Klose beim SV Darmstadt seine engagierte Nürnberger Mannschaft. Mögliche Punkte gibt es am Ende jedoch nicht. Bielefeld schafft erneut keinen Sieg,
Von der Tribüne aus hat der gesperrte Trainer Miroslav Klose eine ärgerliche Niederlage seines 1. FC Nürnberg beim formstarken Aufstiegskandidaten SV Darmstadt 98 mitverfolgen müssen. Trotz aussichtsreicher Chancen und spielerischer Vorteile in den ersten 45 Minuten mussten sich die Franken in der Zweiten Liga schließlich mit 0:2 (0:0) geschlagen geben.
Hiroki Akiyama nach einer schlampig verteidigten Ecke des FCN in der 60. Minute und Luca Marseiler (75.) per Lupfer erzielten die Darmstädter Treffer vor 17.810 Zuschauern. Klose, der neben Sportchef Joti Chatzialexiou auf den Rängen Platz genommen hatte, musste sich ärgern.
Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter FC Schalke 04 vorübergehend auf einen Punkt und kletterte nach dem neunten ungeschlagenen Spiel erst einmal auf den zweiten Tabellenplatz. Die von Kloses Assistent Javier Pinola betreuten Franken bleiben im Mittelfeld.
Die Nürnberger machten in der ersten Halbzeit einfach dort weiter, wo sie beim rasanten 3:2 gegen die SV Elversberg, als Klose in der hitzigen Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz flog, vor einer Woche aufgehört hatten. Sie spielten mutig nach vorne und drängten auf das erste Tor.
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Der erst 18 Jahre alte Startelfdebütant Eric Porstner, der den gesperrten Berkay Yilmaz als Linksverteidiger ersetzte, war bei seinem Abschluss (22.) noch zu zaghaft. Kein Vergleich zum anderen Youngster Piet Scobel, der jedoch Stürmer ist und eine Woche zuvor zweimal für den FCN erfolgreich gewesen war. Julian Justvan (44.), einst selbst ein halbes Jahr in Darmstadt aktiv, zwang SVD-Keeper Marcel Schuhen zu einer Topreaktion.
Ein verunglückter Klärungsversuch von Fabio Gruber vor die Füße von Akiyama brachte den Club in Rückstand. Nach einer eigenen Nürnberger Ecke verlor als letzter Feldspieler Justvan ein Laufduell mit Marseiler, der cool mit einem Heber verwandelte.
Bielefeld seit sieben Spielen sieglos
Arminia Bielefeld hat trotz einer Aufholjagd einen Befreiungsschlag verpasst. Die Bielefelder blieben beim 2:2 (0:2) gegen Holstein Kiel auch im siebten Spiel nacheinander ohne Sieg. Die Negativserie des Aufsteigers dauert nun schon zweieinhalb Monate.
Zwar konnte Bielefeld den Abstiegsrelegationsplatz zunächst verlassen, sich von der Abstiegszone aber nicht groß distanzieren. Für die Kieler bedeutete das Unentschieden die fünfte Partie nacheinander ohne Niederlage. Die Störche bleiben im Tabellen-Mittelfeld.
Nach einem Platzverweis für Ivan Nekic (68. Minute) spielten die Kieler am Ende in Unterzahl. Für die Gäste trafen der Bielefelder Leon Schneider per Eigentor (33.) und Nekic per Kopfball (45.+2.). Für Bielefeld schafften Joel Grodowski per Foulelfmeter (70.) und der kurz zuvor eingewechselte Noah Sarenren Bazee (87.) noch den Ausgleich.
Die Bielefelder waren schlecht ins Spiel gekommen. Nach 16 Minuten musste in der Dreierkette der an der Schulter verletzte linke Innenverteidiger Joel Felix durch Maximilian Großer ersetzt werden. In der 33. Minute grätschte Schneider eine flache Hereingabe des Kielers Harres mit einer verunglückten Rettungsaktion zum 0:1 ins eigene Tor. Kurz vor der Pause köpfte Nekic nach Ecke von Niklas Niehoff das 2:0.
In der zweiten Halbzeit wurden die Bielefelder deutlich mutiger und kamen zu guten Chancen. Ein Elfmeter nach einem Foul an dem eingewechselten Marius Wörl, für das Nekic die gelb-rote Karte sah (68.), brachte durch Grodowski den 1:2-Anschlusstreffer für die Gastgeber. In der 73. Minute traf Wörl zunächst nur die Latte, doch in der 87. Minute erzielte Sarenren Bazee noch den Ausgleich zum verdienten 2:2-Endstand.
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