Planwirtschaft: Das Comeback der Planwirtschaft

Seit dem Mauerfall gilt die Planwirtschaft als erledigt. Doch der freie Markt kann die Ressourcen- und Klimakrise offensichtlich nicht verhindern. KI und Big Data brechen die Fronten auf



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Planwirtschaft: Die sowjetische Planungsbehörde Gosplan musste sich in ihrem Gebäude mit alter Computertechnik begnügen.
Die sowjetische Planungsbehörde Gosplan musste sich in ihrem Gebäude mit alter Computertechnik begnügen.
© Mistervlad/​Shutterstock

In keiner Epoche der Geschichte gab es je so viele Lebensmittel wie heute, verfügbar unabhängig von Jahreszeiten; gab es je so viele Möglichkeiten, die eigene Wohnung einzurichten, sich zu kleiden, die Welt zu bereisen, sich weiterzubilden, Musik zu hören, gesund zu bleiben. Tag für Tag wird aus Fabriken rund um den Globus ein Warenstrom gespeist, der ein Leben im Überfluss ermöglicht und dennoch nie zu versiegen scheint. Wenn in den zurückliegenden Jahrtausenden Märchen über ein Schlaraffenland, einen Garten Eden erzählt wurden – der Kapitalismus hat diese Märchen Realität werden lassen. Womit hat er das geschafft? Indem Kapital auf Märkten in einen Wettbewerb geht. Dabei werden Ressourcen extrem effizient in Millionen unterschiedliche Produkte umgesetzt, die wiederum äußerst effizient menschliche Bedürfnisse befriedigen. Sogar Bedürfnisse, von denen die Menschen kurz zuvor noch gar nichts wussten. Im Prinzip ist der gegenwärtige Kapitalismus also eine krasse Erfolgsgeschichte.