

Die Auseinandersetzung der Vereinigten Staaten mit Dänemark und anderen europäischen Staaten wegen der Arktisinsel Grönland hat in der Öffentlichkeit den Konflikt mit Iran überlagert. Der iranische Sicherheitsapparat hat eigenen Angaben zufolge nun ausländische Geheimdienstnetzwerke zerschlagen. In diesem Zusammenhang seien 735 Menschen festgenommen oder vorgeladen worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung des Geheimdiensts der Revolutionsgarden.
In seiner Erklärung warf der Geheimdienst Irans Gegnern USA und Israel vor, auf eine Zersplitterung der geografischen Einheit Irans abzuzielen. Beide Länder sollen einen Kommandoraum im Land eingerichtet haben, um ihren Plan zu verfolgen. Dieser sei eine Fortsetzung des zwölftägigen Kriegs, den Israel und die USA im Juni 2025 gegen Iran geführt hatten. Belege für einen solchen Plan liegen nicht vor.
Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag mitgeteilt, eine „riesige Flotte“ sei auf dem Weg in die Gewässer nahe Iran. Bereits Ende der Vorwoche hatten amerikanische Medien über die Verlegung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln und begleitender Schiffe berichtet. Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, warnte vor einem Angriff: Die Streitkräfte stünden „mit dem Finger am Abzug“.
Im Juni 2025 hatte Israel zwölf Tage lang Krieg gegen Iran geführt und gemeinsam mit den USA Ziele aus der Luft bombardiert, darunter Atomanlagen, militärische sowie zivile Einrichtungen in weiten Landesteilen. Seitdem wird regelmäßig über eine neue militärische Eskalation spekuliert. Die jüngsten Massenproteste im Iran mit Tausenden Toten stellt die Führung in Teheran als ausländische Verschwörung dar.
