Vor dem Oberlandesgericht Dresden hat der Prozess gegen acht junge Männer aus der rechtsextremen Szene begonnen. Die Bundesanwaltschaft ordnet sie der militanten Neonazigruppe Sächsische Separatisten zu und wirft ihnen unter anderem die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und die Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens vor.
Den Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft zufolge sollen die Angeklagten der Gruppe seit Februar 2020 angehört haben, die zeitweise aus rund 20 Mitgliedern bestanden haben soll. Die Gruppe habe rassistische, antisemitische und teils apokalyptische Weltbilder vertreten, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Die Mitglieder seien überzeugt gewesen, Deutschland stehe vor dem Zusammenbruch. Sie hätten geplant, im Krisenfall mit Waffengewalt Gebiete in Sachsen zu erobern, um dort einen eigenständigen, an der NS-Ideologie ausgerichteten Staat zu errichten.
Die acht Männer im Alter zwischen 22 und 26 Jahren waren im November 2024 bei einer Razzia in Sachsen und Polen festgenommen worden; auch in Österreich wurden Objekte durchsucht. Unter den Verdächtigen befinden sich nach Angaben der Ermittler drei AfD-Mitglieder. Der sächsische AfD-Landesverband wies bereits kurz nach den Festnahmen jegliche Verbindung zu der Gruppierung zurück. Zum Prozessauftakt verfolgte ein AfD-Landtagsabgeordneter die Verhandlung vom Zuschauerraum aus.
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