Champions League: Betrunken im Borat – Fans müssen ins Gefängnis

Ein Auftritt im Borat-Outfit endete für drei Fußball-Fans des FC Brügge in einem kasachischen Gefängnis. Die Anhänger des belgischen Top-Klubs hatten beim 4:1 in der Champions League beim kasachischen Meister Qairat Almaty ihre Kleidung abgelegt und waren anschließend nur noch im Badeanzug, bekannt aus der Filmparodie Borat.

Es folgte die Festnahme durch die Polizei des islamisch geprägten Landes wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und Trunkenheit. Ein Gericht verhängte gegen die Beteiligten eine Ordnungshaft von fünf Tagen, teilte der Pressedienst der Polizei der staatlichen Nachrichtenagentur Kazinform zufolge mit.

„Während sie betrunken auf der Tribüne der Astana Arena waren, zogen S., D. und N. ihre Kleidung aus, blieben in ihrer Unterwäsche und sangen, um Aufmerksamkeit zu erregen, wodurch sie die öffentliche Ordnung störten“, hieß es vonseiten des Gerichts.

Auch das belgische Außenministerium äußerte sich zur Lage der drei Fans. „Wir bieten unseren Landsleuten die erforderliche konsularische Unterstützung. Aus Datenschutzgründen können wir jedoch keine weiteren Informationen geben“, hieß es in der Mitteilung.

Film Borat kam in Kasachstan gar nicht gut an

Im Film Borat von 2006 mimte der Schauspieler Sacha Baron Cohen einen angeblich aus Kasachstan stammenden Journalisten. Der Streifen parodierte vor allem Vorurteile in den USA gegenüber Einwanderern, kam aber auch in Kasachstan wegen des als antisemitisch und frauenfeindlich dargestellten Reporters nicht gut an. Der damalige Präsident Nursultan Nasarbajew beschwerte sich in den USA gar über die Darstellung seines Staates.

Bei einem Conference-League-Spiel des FC Astana wurde bereits im Jahr 2024 eine Flagge mit einem Borat-Motiv von einem Fan des FC Chelsea beschlagnahmt.