Zoo Rostock: Affen, Eisbären und Robben aus der Nähe erleben

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Lichtzauber im Rostocker Zoo (3 Min)

Stand: 19.01.2026 11:52 Uhr

Eisbären, Menschenaffen, Pinguine und Flusspferde: Der Rostocker Zoo bietet Einblicke in die Tierwelten der Erde. Besondere Attraktion im Winter sind die Lichtinstallationen des Zoolichtzaubers.

Rund 6.500 Tiere aus 500 Arten präsentiert der Zoo, darunter viele, die in der Natur vom Aussterben bedroht sind. Sie leben in Anlagen, die ihren natürlichen Lebenswelten möglichst nahekommen sollen. Der weitläufige Tierpark im Westen der Hansestadt ist der größte an der Ostseeküste und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region.

Zoolichtzauber in den Wintermonaten

Ein Besuch lohnt auch im Winter: Farbenfrohe Lichtinstallationen und beleuchtete Nachbildungen von Tieren schaffen während des sogenannten Zoolichtzaubers in der dunklen Jahreszeit eine ganz besondere Atmosphäre. Zu sehen sind die Installationen noch bis zum 22. Februar 2026 jeweils donnerstags bis sonnabends.

Eisbären und Pinguine im Polarium

Zwei Eisbären stehen in ihrem Gehege im Zoo Rostock.

Eisbären sind die Wappentiere des Rostocker Zoos. Sie bewohnen das Polarium.

Bekannt ist der Zoo Rostock für seine Eisbären. Seit 1980 führt er das internationale Zuchtbuch dieser Tierart. Bereits seit 1956 bewohnen die arktischen Raubtiere den Zoo, 1963 wurde das erste Eisbärenjunge dort geboren. „Weiße Riesen“ aus der Hansestadt sind mittlerweile in viele europäische Tiergärten umgezogen.

Zusammen mit den Pinguinen leben die Eisbären in einer modernen, großzügigen Anlage, dem Polarium. Dort können sie sich nicht nur in zwei Außengehegen bewegen, sondern auch in einem Wasserbecken schwimmen. 12.500 Quadratmeter stehen den Tieren zur Verfügung.

Neue Robbenanlage eröffnet

Nach zwei Jahren Bauzeit eröffnete der Zoo Anfang Juli 2025 die neue Robbenanlage. Herzstück ist ein großzügiges Salzwasserbecken, in dem Seebären und Seehunde gemeinsam leben. Besucher können die Tiere durch große Panoramascheiben auch unter Wasser beobachten. Im Ausstellungsbereich mit überdachter Tribüne erfahren sie an interaktiven Stationen alles über die Welt der Robben. Die naturnahe Gestaltung mit bepflanzten Inseln, Felsen und Treibholz sorgt für eine maritime Atmosphäre. Zunächst bewohnen vier Tiere die Anlage, künftig möchte der Zoo die Gruppe vergrößern und Nachwuchs ermöglichen.

Großzügige Freianlagen für Raubkatzen

Eine Löwensavanne und eine Gebirgswiese für Schneeleoparden mit künstlichem Felsen bietet die Großkatzenanlage. Von verschiedenen Beobachtungspunkten aus können Besucher die Tiere in ihren Freigehegen mit Wiesen und Wasserflächen sehen. Neben Löwen und Leoparden leben dort auch Geparden, Jaguare sowie die kleinen Erdmännchen.

Darwineum: Zuhause der Gorillas und Orang-Utans

Die Orang Utans Mayang und Miri im Rostocker Zoo.

Im Darwineum leben mehrere Affenarten, darunter auch Orang-Utans.

Eine besondere Attraktion des Rostocker Zoos ist das Darwineum. Der Gebäudekomplex bietet eine moderne Mischung aus Tierpark und interaktivem Erlebnismuseum. Im Mittelpunkt steht die Tropenhalle, in der Gorillas, Orang-Utans und Gibbons ein großzügiges Zuhause haben. Spielstationen, Schaukästen sowie mehr als 150 verschiedene Tierarten vermitteln das komplexe Thema Evolution auf anschauliche und spielerische Weise.

Krokodil-Haus und Seevogelvoliere

Auch in anderen Bereichen des Zoos können sich Besucher den Tieren bis auf wenige Zentimeter nähern – etwa im Krokodil-Haus. Große Glasscheiben geben dort Blicke in die Unterwasserwelt mit afrikanischen Schildkröten und Kaimanen frei. An einem Nisthügel legen die Echsen ihre Eier ab.

Ein weiteres Highlight ist die fast neun Meter hohe und 2.000 Quadratmeter große begehbare Seevogelvoliere. Dort leben Inka-Seeschwalben, Meeresenten, Stelzenläufer und andere Watvögel. Besucher können sie während der Balz beobachten und die Aufzucht der Küken oder das Flüggewerden der Jungtiere erleben.

Über 100 Jahre alte Huftieranlage

Gegründet wurde der Zoo 1899. Die Huftieranlage, der frühere Hirschgarten, ist der älteste noch existierende Teil. Das historische Huftierhaus steht unter Denkmalschutz. In dem 7.000 Quadratmeter großen Gehege, das ohne Zäune auskommt und stattdessen auf naturnahe Gräben setzt, wohnen Pferdeantilopen, Thomson-Gazellen, Litschi-Moorantilopen sowie Marabus.

Angebote für Kinder und Pflanzenfreunde

Baumkänguru im Rostocker Zoo beim Fressen

Auch seltene Arten wie die bedrohten Baumkängurus sind im Rostocker Zoo zu beobachten.

Neben verschiedenen Führungen für Erwachsene und Kinder richten sich einige Angebote des Zoos speziell an die kleinen Besucher. An besonderen Stationen können sie beispielsweise balancieren wie ein Flamingo oder hüpfen wie ein Känguru. Außerdem locken mehrere Spielplätze, darunter ein Wikinger-Spielplatz.

Auch für Pflanzenliebhaber lohnt sich ein Besuch des Zoos, der seine Ursprünge in einem Dendrologischen Garten hat, also einer Sammlung von Bäumen und Gehölzen. So gehört etwa ein mehr als 140 Jahre alter Riesenmammutbaum zu den Naturdenkmälern Rostocks. Sehenswert sind außerdem der Rhododendronhain, das Dahlienquartier und die Eichenallee.

Rostocker Zoo: Einer der besten Europas

Mehr als 500.000 Menschen besuchen jährlich die Anlage in Rostock. Mehrmals wurde der Tierpark zum besten Zoo Europas gewählt – unter anderem wegen der Artenschutzprojekte bei Baumkängurus, Pinguinen und Gibbons sowie der modernen Zwergflusspferd-Anlage. Die Auszeichnung, die der Zoo Rostock zuletzt 2022 erhielt, wird alle zwei bis drei Jahre verliehen und gilt als die größte und wichtigste Bewertung für die europäischen Einrichtungen.

Ein Robbe schwimmt in einem Becken. Der Kopf schaut aus dem Wasser.

Zweieinhalb Jahre lebten die Seehunde im Ausweichquartier im Robbenforschungszentrum in Warnemünde.

Der Eingang in den Rostocker Tiergarten auf einer historischen Postkarte.

Am 4. Januar 1899 eröffnet in Rostock ein Tiergehege. Es ist der Vorläufer des Rostocker Zoos, der heute ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Giebelhäuser am Markt und die Marienkirche in Rostock

Altstadt, Hafen und Warnemünde prägen Rostock ebenso wie Bauten aus der DDR-Zeit. Lebensader der Stadt ist die Warnow.

Zoologischer Garten Rostock

Rennbahnallee 21, 18059 Rostock
Besuchereingang: Barnstorfer Ring 1
Tel. (0381) 2082-0

Anfahrt
Der Zoo liegt am westlichen Stadtrand in der Nähe der Universität.
Auto: Barnstorfer Ring (Bundesstraße 103), Parkplätze am Eingang
Bus: Linie 28, Straßenbahn: Linien 3 und 6

Eintrittspreise und Öffnungszeiten auf der Website des Zoos