Franziska Brantner: Grünen-Chefin schlachtet Kürbis, während sie Trump attackiert – „Bloße Unterstellung“, sagen die Grünen

Ein Instagram-Video der Grünen-Co-Chefin Franziska Brantner sorgt für Diskussionen: Mit Messer, Kürbis und deutlichen Worten rechnet sie mit Donald Trump ab. Der Kürbis wirkt dabei wie eine Symbolik für den US-Präsidenten. Nun äußern sich die Grünen dazu.

Ein Instagram-Video der Co-Chefin der Grünen, Franziska Brantner, sorgt derzeit für Gesprächsstoff. „Trump…“, sagt Brantner zu Beginn des Clips, es folgt eine wirkungsvolle Pause. In dieser ist zu sehen, wie die Grünen-Vorsitzende ein großes Messer in einen Kürbis rammt und diesen anschneidet, unterlegt mit einem saftigen Schnittgeräusch.

Darstellungen im Internet, die den US-Präsidenten Donald Trump satirisch mit einem Kürbis in Verbindung setzen, sind wegen der orangestichigen Hautfarbe des US-Präsidenten allgemein verbreitet.

Das Video wurde am 20. Januar hochgeladen, also genau ein Jahr nach Trumps erneutem Amtsantritt. Auf eine Anfrage des „Tagesspiegels“ dementiert ein Sprecher der Grünen am Mittwochabend die Assoziation des Kürbisses mit Trump: „Franziska Brantner kocht Kürbissuppe. Alles andere ist eine bösartige Unterstellung.“

Brantner spricht in dem Instagram-Video kochend und schnippelnd von der „Broligarchy“ Trumps. „Bro steht für die kumpelhafte Nähe und Oligarchie für die Herrschaft weniger Reicher“, erklärt sie. Damit scheint sie etwa den Milliardär Elon Musk zu meinen, der gleich darauf im Hintergrund eingeblendet wird, wie er den rechten Arm in die Höhe reißt. Trump habe die USA verkauft, sagt Brantner, während sie die Tech-Milliardäre kritisiert.

In der Folge zerlegt Brantner den Kürbis und entfernt mit einem Löffel die Kerne. Kleingeschnitten landet er schließlich im Kochtopf, Brantner gießt Wasser hinzu. Am Ende ist eine köchelnde Suppe zu sehen. Die Grünen-Chefin nimmt einen Probelöffel, verzieht das Gesicht und sagt: „Das schmeckt nach einem Jahr schon ziemlich eklig.“

Am Mittwochmittag legte Brantner mit einem weiteren Video auf Instagram gegen Donald Trump nach. Es zeigt sie vor dem brennenden Weißen Haus. Brantner sagt: „In den USA geht die Demokratie verloren.“ Sie schildert, wie die amerikanische Polizeibehörde ICE unlängst eine 37-Jährige in ihrem Auto erschoss. Sie zeigt danach einen Ausschnitt des US-amerikanischen Vizepräsidenten J.D. Vance, der zu dem Vorfall gesagt hatte, die ICE-Beamten würden vollständige Immunität genießen. „Wenn Regeln nicht mehr gelten und die Menschenwürde nichts mehr zählt, trifft das am Ende jeden“, schließt Brantner daraus.

Auf ihrer Website betonen die Grünen, sich gegen Hass und Hetze im Internet einzusetzen. So heißt es dort: „Im digitalen Raum werden Bürger*innen täglich angegriffen. Sie sind immer stärker Beleidigungen, Drohungen und anderen Formen von digitaler Gewalt ausgesetzt.“ Weiter ist zu lesen: „Wir wollen demokratische Debattenräume auch auf Instagram, TikTok, X, Facebook und Co. gewährleisten.“

Franziska Brantner steht seit 2024 gemeinsam mit Felix Banaszak an der Spitze der Grünen. Bereits seit 2013 ist sie Bundestagsabgeordnete, sie galt während der politischen Karriere von Robert Habeck als dessen enge Vertraute.

jf/nw