Bundesanwaltschaft: Russe und Deutscher unter Terrorverdacht festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der sogenannten Separatistengebiete Donezk und Luhansk festnehmen lassen. Es handelt sich dabei um einen russischen und einen deutschen Staatsangehörigen. 

Die Männer sollen seit 2016 in herausgehobener Stellung in einem Verein gearbeitet haben,
der unter anderem den Transport von Drohnen in die Region
organisierte, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Ihnen wird demnach die Unterstützung ausländischer
terroristischer Vereinigungen in mehreren Fällen zur Last gelegt. Sie wurden in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Märkisch-Oderland festgenommen.

Die Wohnungen der beiden Verdächtigen wurden ​durchsucht.
Bereits im Mai 2025 hatte es in dem Fall Razzien in Berlin und
Brandenburg gegeben. ⁠Damals wurde aber kein Verdächtiger
festgenommen. Der Mann mit russischer Staatsbürgerschaft soll
Vereinsgelder von mehr als 14.000 ‍Euro in die „Volksrepubliken“
geleitet und Gütertransporte finanziert haben. Der Deutsche sei
mehrfach zu Gesprächen in
den Donbass gereist, habe Lieferaufträge entgegengenommen und
bei der Verteilung von ⁠Gütern geholfen.

Die Bundesanwaltschaft stuft die „Volksrepubliken Donezk und Luhansk“ als terroristische Vereinigungen ein. Die prorussischen Gruppierungen hätten ab Frühjahr 2014 die
Kontrolle ⁠über die ukrainischen Verwaltungsbezirke Donezk und
Luhansk beansprucht ⁠und sich intensive Kämpfe mit den
ukrainischen Streitkräften geliefert. 

Dabei sei ‌auch immer
wieder Gewalt gegen die ​Zivilbevölkerung eingesetzt worden. Ende
2022 seien sie in die Befehlsstrukturen der russischen
Streitkräfte eingegliedert ⁠worden. Die beiden Beschuldigten
sollen am Donnerstag dem Ermittlungsrichter des
Bundesgerichtshofs vorgeführt ‍werden.