Der FC Arsenal hat in der Champions League 3:1 (2:1) bei Inter Mailand gewonnen und sich als erste Mannschaft für das Achtelfinale qualifziert. Trainer Mikel Arteta wechselte siebenmal – und lag vor allem mit einer Personalie richtig.
Gabriel Jesus hat für Brasilien über 60 Länderspiele gemacht, er ist mit Manchester City viermal Meister in England geworden, doch ein Superstar war er nie. Er schoss Tore, das schon, manchmal dribbelte er sehenswert. Doch immer war da einer, der noch mehr Tore schoss, der noch besser dribbelte.
Zuletzt war es ruhig geworden um ihn. Ein Kreuzbandriss sorgte dafür, dass Gabriel Jesus, 28, im vergangenen Jahr mehr als zehn Monate zuschauen musste. Er wird in dieser Zeit beobachtet haben, wie sein Trainer Arteta eine Mannschaft formte, die in dieser Saison in der Premier League und in der Champions League dominiert. In der in Abwesenheit des ebenfalls lange verletzten Kai Havertz mal der Mittelfeldspieler Mikel Merino vorne stürmte und mal Viktor Gyökeres.
Für das Spiel gegen Inter Mailand wies Arteta aber Merino einen Platz im Mittelfeld zu und Gyökeres einen auf der Bank. Im Angriff begann stattdessen Gabriel Jesus – und das zahlte sich aus. Es lief die 10. Minute, als Arsenals Jurriën Timber schoss, aber den Ball nicht voll traf. Davon profitierte Gabriel Jesus – er traf aus kurzer Distanz mit dem rechten Fuß zur Führung ins linke Eck.
Inter gleicht aus – es ist erst das zweite Gegentor für Arsenal
Acht Minuten später fiel der Ausgleich, diesmal jubelten nur die Fußballer von Inter. Ihr Held in diesem Moment war der Kroate Petar Sučić, er schoss von der Strafraumgrenze und traf mit dem rechten Fuß oben rechts ins Eck. Arsenals Torhüter David Raya war ohne Chance – für ihn ist das ein ungewohntes Gefühl: In den sechs Champions-League-Spielen zuvor in dieser Saison hatte er nur ein einziges Gegentor hinnehmen müssen.
Nun hat Raya zwei Gegentore kassiert, immer noch nur zwei – es ist ein Zeichen für die Stärke des FC Arsenal, der in dieser Saison mit einiger Regelmäßigkeit defensive Stabilität mit offensiver Finesse verbindet. Zwar hatte Inter im Laufe des Spiels noch einige Möglichkeiten, doch ein zweites Tor erzielte auch Marcus Thuram nicht, als er in der 27. Minute aus spitzem Winkel knapp das Ziel verfehlte.
Erst trifft Gabriel Jesus für Arsenal, später Gyökeres
Es fielen dann doch noch zwei Tore, beide erzielten die Gäste aus London. In der 31. Minute traf erneut Gabriel Jesus, diesmal nach einer Ecke und auf Vorlage von Leandro Trossard. Eine Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit holte Trainer Arteta den doppelten Torschützen vom Platz, für ihn kam Gyökeres.
Und es war Gyökeres, der für den Schlusspunkt in diesem Spiel sorgte: Weil Inter im Angriff den Ball verlor, konterte Arsenal. Gyökeres legte ab für Bukayo Saka, der aber nicht zum Abschluss kam. Mit ein wenig Glück kam erneut Gyökeres an den Ball. Sein Abschluss war gut, ziemlich gut sogar. Yann Sommer im Tor der Mailänder war mit den Fingerspitzen noch am Ball, konnte das 1:3 aber nicht verhindern.
