Fußball: Marc-André ter Stegen verlässt den FC Barcelona

Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen verlässt den FC Barcelona und wechselt auf Leihbasis für ein halbes Jahr zum Ligarivalen FC Girona. Das gaben beide Vereine bekannt.

Der 33-Jährige, der seinen Stammplatz beim Tabellenführer der spanischen Primera División verloren hatte, will mit dem Wechsel seine Einsatzchancen bei der Fußball-WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) erhöhen.

Ter Stegen war 2014 aus seiner Heimat Mönchengladbach nach Barcelona gewechselt. Dort war er über Jahre ein großer Rückhalt und seit 2024 Mannschaftskapitän. Vor dieser Saison warfen eine Knieverletzung und eine Rückenoperation den Torwart dann sportlich zurück.

Ter Stegen hat „gemischte Gefühle“

Er habe „gemischte Gefühle“, schrieb ter Stegen auf Instagram und ließ seine zwölf Jahre bei Barcelona Revue passieren: Er sei „zutiefst dankbar und stolz“. Nun freue er sich sehr „auf das, was vor mir liegt.“

Der Transfer hatte sich wochenlang angebahnt, am Dienstag fehlte ter Stegen dann in Barcas Champions-League-Kader für die Partie am Mittwoch in Prag. Am späten Nachmittag bestätigte Barcelona-Trainer Hansi Flick den Wechsel auf einer Pressekonferenz, wenige Stunden später meldeten beide Vereine Vollzug.

Ter Stegen sei ein „fantastischer Torwart“, sagte Flick. Für die „Zukunft des Vereins“ habe man sich anders entschieden, „und ich denke, das war die richtige Entscheidung“.

Girona hat die schwächste Abwehr der Liga

In dieser Saison kam ter Stegen bisher nur einmal im Pokal zum Einsatz – viel zu wenig für seine WM-Ambitionen. „Er muss natürlich spielen in der Rückrunde“, hatte DFB-Sportdirektor Rudi Völler zuletzt bekräftigt. Den Posten im Tor der deutschen Nationalmannschaft hatte ter Stegen nach dem Rücktritt von Manuel Neuer übernommen. In seiner Abwesenheit stieg der Hoffenheimer Oliver Baumann zur vorübergehenden Nummer eins auf.

Ter Stegens neuer Klub Girona ist derzeit Elfter. In 20 Spielen gab es sechs Siege und acht Niederlagen. 34 Gegentore bedeuten die schwächste Abwehr in La Liga. In der vergangenen Saison spielte Girona noch in der Champions League.