Bogenhanf: Pflegeleichte Zimmerpflanze im Retrolook

Eine kleine Bogenhanf-Pflanze in einer Schale

AUDIO: Weltreise der Glückspflanzen – mehr als „nur“ Glücksklee (27 Min)

Stand: 09.01.2026 09:33 Uhr

Früher galt Bogenhanf als altmodische „Omapflanze“, seit einigen Jahren ist er wieder sehr beliebt. Kein Wunder, denn die Sukkulente ist robust, äußerst pflegeleicht und sehr dekorativ.

Viele beliebte Zimmerpflanzen der 50er-, 60er- und 70er-Jahre erleben seit einigen Jahren eine Renaissance. Dazu zählt neben Fensterblatt und Grünlilie auch Bogenhanf (Sansevieria). Die früher auch als „Schwiegermutterzunge“ bekannte Pflanze ist pflegeleicht, robust und anspruchslos. Mit ihren leicht marmorierten dekorativen Blättern sieht sie in schlichten dunklen Töpfen oder einfachen Körben stilvoll aus und passt auch gut in ein modernes Ambiente.

Bogenhanf stammt ursprünglich aus Afrika und Südasien und gehört zu den sukkulenten Pflanzen, die Wasser speichern. Aus diesem Grund übersteht die Pflanze zur Not auch längere Trockenphasen ohne Probleme und ist gut für alle geeignet, die keinen grünen Daumen haben oder das Gießen manchmal vergessen.

Standort und Pflege von Bogenhanf

Ein Bogenhanf in einem Topf

Bogenhanf gibt es in vielen verschiedenen Formen und Größen, etwa mit zylinderförmigen Blättern.

Idealerweise sollte die Pflanze etwa alle zwei Wochen mäßig gegossen werden, wenn das Substrat bereits komplett ausgetrocknet ist. Ein heller und warmer Standort ist perfekt. Mit leichten Temperaturschwankungen kommt Bogenhanf gut klar, es sollten aber nicht weniger als 15 Grad herrschen. Auch Zugluft ist nicht gut. Im Gegensatz zu vielen empfindlichen Pflanzen verträgt die Sansevierie ohne Probleme einen Platz direkt auf der Fensterbank über der Heizung.

Als Substrat eignet sich Spezialerde für Kakteen. Diese hat einen hohen Sand- oder Steinanteil, sodass sie sehr durchlässig ist und sich keine Staunässe bildet. Probleme mit Schädlingsbefall gibt es in der Regel nicht. Von April bis September ist es sinnvoll, den Bogenhanf monatlich schwach zu düngen. Sind an der Oberfläche oder am Abzugsloch Wurzeln zu sehen, sollte man den Bogenhanf in einen größeren Topf pflanzen. Beste Jahreszeit dafür ist das Frühjahr.

Zahlreiche Arten mit ungewöhnlichen Formen

Bogenhanf mit goldgelbem Blattrand in Nahaufnahme.

Der wohl bekannteste Bogenhanf ist Sansevieria trifasciata laurentii.

Die zahlreichen Arten unterscheiden sich in Wuchshöhe und Blattfarbe. Es gibt sowohl lanzettartige als auch runde, zylinderartige Blätter. Klassiker wie die Sansevieria trifasciata werden bis zu einem Meter hoch, andere wie etwa Sanseveria boncellensis bleiben sehr klein. Neue Züchtungen, bei der verschiedene Arten miteinander gekreuzt werden, haben mitunter außergewöhnliche Formen: Sie sind beispielsweise geflochten oder fächerartig. Am bekanntesten ist wohl die Sansevieria trifasciata laurentii – sie hat markante lange Blätter mit goldgelbem Rand.

Bogenhanf durch Blattstecklinge vermehren

Bogenhanf auf einem Tisch mit Material zum Umtopfen

Bogenhanf wächst langsam, aber alle paar Jahre sollte man in umtopfen, etwa wenn sich die Wurzeln herausdrücken.

Alle Arten vermehren sich von selbst durch Ausläufer, die sich als neuer Trieb im Topf zeigen. Wer selbst neue Pflanzen ziehen möchte, kann das mit Blattstecklingen tun. Dafür einfach einen Teil des Blattes mit einem sauberen Messer abschneiden und die Schnittstelle zwei Tage antrocknen lassen. Anschließend den Steckling einfach in Substrat setzen. Es dauert allerdings mindestens ein Jahr, bis daraus eine neue dekorative Pflanze wird.

Nur bei der gelbrandigen Sansevierie funktioniert die Vermehrung ein wenig anders: Hier schneidet man Ausläufer ab und verwendet sie als Steckling, da sonst die ausschließlich grüne Urform ohne den markanten gelben Rand wächst.

Eine Katze schläft auf einem  Sessel, daneben stehen Zimmerpflanzen.

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Verschiedene Zimmerpflanzen wie Bogenhanf, Fensterblatt und Zamiifolia stehen in Töpfen nebeneinander.

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Ein Steckling im Glas.

Wenn Zimmerpflanzen ihre besten Jahre hinter sich haben, können viele durch Stecklinge oder Ableger ersetzt werden.

Kakteen mit Blütenkranz.

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