Polarlichter über Deutschland zu sehen – Panorama

Über vielen Teilen Deutschlands haben Polarlichter den Himmel erleuchtet. Verantwortlich dafür sei ein sogenannter geomagnetischer Sonnensturm, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Wegen der Stärke des Sonnensturms seien die Lichter in der Nacht bis zu den Alpen zu sehen gewesen.

„Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen“, sagte Markus Bayer, Meteorologe beim DWD. Durch die Eruption flogen Teilchen von der Sonne in Richtung Erde.

Sie werden bei Sonnenstürmen vom Erdmagnetfeld in Richtung der Pole gelenkt und dringen in die Erdatmosphäre ein, heißt es auf der Webseite des DWD dazu. „In den oberen Schichten der Atmosphäre treffen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regen diese zum Leuchten an.“

Polarlichter leuchten am Nachthimmel über der Flensburger Förde in Schleswig-Holstein.
Polarlichter leuchten am Nachthimmel über der Flensburger Förde in Schleswig-Holstein. (Foto: (Foto: Birgitta von Gyldenfeldt/Birgitta von Gyldenfeldt/dpa))

Die bunten Lichter waren in ganz Deutschland zu sehen, wie hier im norddeutschen Flensburg.

Im brandenburgischen Lietzen erleuchten die grünen und roten Lichter den Himmel.
Im brandenburgischen Lietzen erleuchten die grünen und roten Lichter den Himmel. (Foto: (Foto: Patrick Pleul/Patrick Pleul/dpa))

Auch am Nachthimmel im Osten Deutschlands war das Farbspektakel zu beobachten. Auf dem Land im brandenburgischen Lietzen waren die Lichter besonders gut zu sehen.

In Oberried-Hofsgrund (Baden-Württemberg) bildeten grüne Lichter streifenähnliche Formen.
In Oberried-Hofsgrund (Baden-Württemberg) bildeten grüne Lichter streifenähnliche Formen. (Foto: (Foto: Valentin Gensch/Valentin Gensch/dpa))

Im Süden, wie hier in Baden-Württemberg, konnte man die Farbspiele ebenso sehen.

Im niederbayerischen Straubing tanzen rote und grüne Lichter über dem Horizont.
Im niederbayerischen Straubing tanzen rote und grüne Lichter über dem Horizont. (Foto: (Foto: Armin Weigel/Armin Weigel/dpa))

Der geomagnetische Sturm erreichte am Montagabend die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde NOAA berichtete. Möglich seien bei dieser Stärke unter anderem Auswirkungen auf Satelliten. So könne auch das GPS-System ausfallen.

Die Eruptionswolke der Sonne habe die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden bewältigt, berichtete die Astronomie-Plattform „Spaceweather“. Das sei extrem schnell. Normalerweise benötige eine solche Wolke für diese Strecke drei bis vier Tage.