Friedrich Merz will eine Eskalation mit der US-Regierung vermeiden und setzt auf seinen guten Draht zu Trump. In Davos will er nun beschwichtigend auf ihn einwirken.
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Vorsichtig, aber bloß nicht ängstlich – das war die Tonlage der ersten öffentlichen Äußerungen des deutschen Bundeskanzlers zu den
neuen Zollandrohungen von Donald Trump. Der US-Präsident hatte damit auf
eine Erkundungsmission von acht Nato-Anrainerstaaten in Grönland reagiert, an
der auch Soldaten aus der Bundesrepublik beteiligt gewesen waren. Man sei sich nicht
nur in der Europäischen Union, sondern auch mit dem Vereinigten Königreich und
Norwegen einig, „dass wir möglichst jede Eskalation in diesem Streit vermeiden
wollen“. Die nächste Möglichkeit zur direkten Besänftigung des US-Präsidenten bietet sich dem Kanzler diese Woche in der Schweiz. Beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos werde er versuchen, mit Trump zu sprechen, sagte Merz. Die Erfahrung sei, dass der amerikanische Präsident
sich Gesprächsangeboten zugänglich zeige.
