
Alexander Zverev hat nach einem fehlerhaften Start die zweite Runde der Australian Open erreicht. Der Vorjahresfinalist setzte sich in Melbourne gegen den Kanadier Gabriel Diallo mit 6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2 durch. Zverev sprach nach dem Match von einem holprigen Beginn, zeigte sich mit seinem Niveau im weiteren Verlauf aber zufrieden.
Der Hamburger hatte in der ersten Runde zunächst große Probleme mit dem anfangs sehr selbstbewusst auftretenden Diallo. Der über zwei Meter große Kanadier überzeugte mit starkem Aufschlagspiel, druckvollen Vorhandschlägen und mehreren gut gesetzten Stopps. Zverev wirkte im ersten Satz fahrig, kassierte früh ein Break und verlor trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd den Tiebreak deutlich. Auch seine Körpersprache ließ zunächst Zweifel aufkommen.
Nach dem verlorenen ersten Durchgang fand Zverev jedoch besser ins Match. Sein Aufschlag stabilisierte sich, frühe Breaks im zweiten Satz brachten Sicherheit. Der Satzausgleich gelang nach nur 31 Minuten. In der Folge nutzte der Deutsche die zunehmenden Fehler seines Gegners konsequent aus, blieb konzentriert und entschied auch den dritten und vierten Satz für sich.
Zverev zufrieden mit Entwicklung
Nach 2:43 Stunden verwandelte Zverev seinen Matchball und zog zum zehnten Mal in Folge in Melbourne in die zweite Runde ein. „Der erste Satz war nicht mein bestes Tennis, aber danach habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich bin happy mit dem Niveau“, sagte er im Interview. Nach dem schwierigen Beginn habe er gedacht, „es kann ja nicht mehr schlechter werden“, anschließend sei es deutlich besser gelaufen.
In der nächsten Runde trifft Zverev auf einen weiteren ungesetzten Gegner. Entweder spielt er gegen den Australier Alexei Popyrin oder den Franzosen Alexandre Müller, die erst noch gegeneinander antreten.
Zverev unternimmt in Melbourne seinen 40. Anlauf auf einen Grand-Slam-Titel. Am Sonntag war er der einzige deutsche Topspieler im Einsatz. Yannick Hanfmann greift später am Tag ebenfalls ins Turnier ein und spielt gegen den US-amerikanischen Qualifikanten Zachary Svajda.
