
Fußballbundesligist Eintracht Frankfurt hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Dino Toppmöller getrennt. Der Verein bestätigte das Ende der Zusammenarbeit auf der Plattform X.
Zuvor hatten Sky und die Bild-Zeitung über die Trennung berichtet.
Anlass ist die bislang sportlich sehr wechselhaft verlaufene Saison der Frankfurter. Zum Rückrundenauftakt hatte es ein 3:3 bei Werder Bremen gegeben. Im Anschluss wurden Krisengespräche geführt, Sportvorstand Markus Krösche tauschte sich mit dem Aufsichtsrat in einer kurzfristig einberufenen Telefonkonferenz aus. Das Ergebnis: die Entlassung von Toppmöller. Ein klares Bekenntnis zum Trainer hatte Krösche bereits nach dem Spiel vermieden und die Leistung der Mannschaft deutlich kritisiert. Man müsse die Themen nun besprechen und sicherstellen, dass sich ein solcher Auftritt nicht wiederhole, sagte er.
Defensivprobleme und sportlicher Abwärtstrend
Toppmöller stand seit Längerem in der Kritik, vor allem wegen anhaltender Defensivschwächen. In 18 Bundesligaspielen kassierte die Eintracht 39 Gegentore, allein in den ersten drei Ligaspielen des neuen Jahres waren es neun. Zudem konnten die Hessen nur einmal in den vergangenen sieben Pflichtspielen gewinnen. In der Liga rutschten sie ab auf den 7. Tabellenplatz. Die Ambitionen in Frankfurt sind die Europapokalplätze, das ist derzeit in Gefahr.
Sportlich stehen für die Frankfurter in den kommenden Tagen wichtige Aufgaben an. Bereits am Mittwoch ist die Eintracht bei Karabach Agdam gefordert, um ein frühes Aus in der Champions League zu vermeiden. Am Samstag folgt in der Bundesliga das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim.
Erfolgreicher Start, schwierige zweite Saison
Der 45-jährige Toppmöller war im Sommer 2023 als Nachfolger von Oliver Glasner nach Frankfurt gekommen, der den Club 2022 zum Europa-League-Triumph geführt hatte. In seiner ersten Saison gelang Toppmöller mit attraktivem Offensivfußball als erstem Frankfurter Trainer überhaupt die Qualifikation für die Champions League über die Bundesliga. In der laufenden Spielzeit konnte die Mannschaft jedoch nicht mehr an diese Leistungen anknüpfen.
