

Die nächste herbe Enttäuschung hat bei Eintracht Frankfurt ein Nachspiel: Der Fußball-Bundesligaklub hat auf die anhaltende sportliche Misere reagiert und Trainer Dino Toppmöller mit sofortiger Wirkung freigestellt. Entsprechende Medienberichte von Sky und Bild vom Sonntag decken sich mit Informationen der F.A.Z.
Enorme Defensivsprobleme
Die SGE war mit nur zwei Punkten aus drei Spielen ins neue Jahr gestartet und hatte dabei neun Gegentore hinnehmen müssen. Toppmöller bekam über die gesamte Saison die enormen Defensivprobleme nicht in den Griff, 39 Gegentreffer nach 18 Spieltagen sind eher die Bilanz eines Absteigers statt eines Europapokalkandidaten.
Über den späten und für ihn „glücklichen“ Ausgleich von Ansgar Knauff (90.+4) am Freitagabend konnte sich Krösche nicht wirklich freuen. „Es sind immer wieder die gleichen Fehler. So können wir nicht weitermachen, so können wir nicht auftreten. Wir sind Eintracht Frankfurt und wir haben einen Anspruch an uns selber, wie wir Fußball spielen wollen“, polterte der Sportvorstand.
Generell gewann die Eintracht nur eins der letzten neun Pflichtspiele, in der Liga gerät deshalb langsam das Minimalziel Europa in Gefahr. Im Pokal schied Frankfurt bereits in der zweiten Runde aus, auch in der Champions League droht noch im Januar das Aus. Offen ist nun, wer in der Königsklasse am Mittwoch (18.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker/DAZN) beim Gastspiel in Aserbaidschan bei Qarabag Agdam an der Seitenlinie stehen wird.
„Ich glaube, dass wir alle nicht zufrieden sind mit der Punktausbeute und einfach auch anhand der Anzahl der Gegentore. Es ist schon ein sehr leidiges Thema“, sagte Toppmöller selbst auf der Pressekonferenz am Freitagabend: „Natürlich bin ich da in allererster Linie in der Verantwortung, das ist doch klar.“
Das sahen auch die Verantwortlichen so – und hatten unter dem 2023 als Nachfolger von Oliver Glasner gekommenen Chefcoach keinen Glauben mehr an die Wende. Dabei hatte der die SGE in seiner Premieren-Saison in der Bundesliga auf Rang sechs geführt, im Jahr danach reichte es mit Platz drei sogar zur erstmaligen Qualifikation über die Liga für die Champions League. Doch nach gutem Start folgte in dieser Spielzeit ein starker Abwärtstrend, den Toppmöller zuletzt nicht mehr aufhalten konnte. Der letztlich glückliche Punkt in Bremen war dann zu wenig.
