Trauermücken bekämpfen: Was gegen Fliegen in Blumenerde hilft

Stand: 16.01.2026 13:47 Uhr

Wenn beim Blumengießen ein Schwarm kleiner, schwarzer Fliegen aus der Blumenerde aufsteigt, haben sich Trauermücken eingenistet. Mit diesen Tricks und Mitteln kann man sie bekämpfen.

Die Larven von Trauermücken stecken oft in der Erde neu gekaufter Pflanzen. Aber auch beim Umtopfen kann man sich die Plage ins Haus holen. Die Tiere sind für den Menschen vollkommen ungefährlich, dafür aber sehr lästig. Sie gehören zwar zu den Mücken, stechen aber nicht und sterben nach wenigen Tagen. Allerdings legen die Weibchen in ihrem kurzen Leben bis zu 300 Eier ab – und zwar bevorzugt in Blumenerde mit hohem Kompostanteil. So breitet sich die Plage schnell auf alle Pflanzen aus.

Larven der Trauermücke gefährden Jungpflanzen

Die Larven ernähren sich bevorzugt von Pflanzenwurzeln. Sie können also eine echte Gefahr für Topfblumen und vor allem für Jungpflanzen darstellen. Durch die angefressenen Stellen der Jungpflanze können Krankheitserreger eindringen, die die Pflanze zusätzlich beeinträchtigen. Um die hartnäckigen kleinen Mücken loszuwerden, gibt es ein paar einfache Tricks.

Nematoden, Gelbtafeln und Streichhölzer: Mittel gegen Trauermücken

  • Gelbtafeln in der Nähe der befallenen Pflanzen aufstellen. Sie sind auf beiden Seiten mit einem Klebemittel versehen. Die Trauermücken werden von der Farbe angelockt, fliegen die Gelbtafel an und bleiben daran kleben. Gelbtafeln gibt es in Gartengeschäften und manchen Drogerien.
  • Nematoden (Fadenwürmer) der Art „Steinernema feltiae“ töten die Larven der Trauermücke. Das weiße Pulver in lauwarmem Wasser auflösen, durchrühren und ins Gießwasser für die Pflanzen geben. Nach zwei bis drei Wochen sollte sich das Mückenproblem erledigt haben. Nematoden werden im Fach- und Online-Handel angeboten.
  • Quarzsand auf der Erdoberfläche der Pflanzen verteilen, die Schicht sollte zwei bis drei Millimeter dick sein. Vogelsand oder eine Schicht Kiesel helfen ebenfalls. Alle Produkte sind in Baumärkten erhältlich.
  • Fleischfressende Pflanzen können als ergänzende Maßnahme dazu beitragen, Trauermücken loszuwerden. Sie bekämpfen allerdings nicht die Ursache des Problems, da die Larven in der Erde verbleiben. Gut geeignet sind Sonnentau (Drosera) und Fettkraut (Pinguicula). Die Trauermücken werden von ihnen angelockt und bleiben an deren Blättern kleben.
  • Streichhölzer mit dem Kopf nach unten in die Erde stecken. Die Schwefelbestandteile werden durch das Gießwasser im Topf verteilt und töten die Larven ab. Die Streichhölzer etwa alle zwei bis drei Wochen austauschen. Die Wirksamkeit dieser Methode ist jedoch nicht eindeutig belegt.

Erde im Backofen sterilisieren

Damit die kleinen Larven gar nicht erst schlüpfen, kann man neue Blumenerde sterilisieren. Dafür die leicht feuchte Erde auf einem Backblech verteilen und bei 200 Grad für 20 Minuten im Ofen erhitzen. Alternativ die Erde für fünf bis zehn Minuten bei höchster Stufe in die Mikrowelle geben. Das Erhitzen tötet die Schädlinge in der Regel ab.

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