Fußball-WM und Olympia: Keine Ausnahme für Fans bei US-Einreiseverboten

Das US-Außenministerium hat weitere internationale Sportwettkämpfe als Großveranstaltungen eingestuft, für die Ausnahmeregelungen von den geltenden Einreiseverboten gelten. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Schreiben an alle US-Botschaften und -Konsulate.

Die Ausnahmen betreffen allerdings ausschließlich Athletinnen und Athleten, Trainer sowie Betreuer der teilnehmenden Nationen. Ausländische Zuschauer, Medienvertreter und Sponsoren aus den Ländern, gegen die Einreiseverbote verhängt wurden, dürfen weiterhin nicht in die USA einreisen. „Nur ein kleiner Teil der Reisenden zur Weltmeisterschaft, den Olympischen und Paralympischen Spielen sowie anderen großen Sportveranstaltungen wird von dieser Ausnahme profitieren“, heißt es in dem Schreiben.

Zu den Wettbewerben mit Sonderregelungen zählt unter anderem die Fußballweltmeisterschaft, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. © Anna Moneymaker/​Getty Images

Zu den Wettbewerben mit Sonderregelungen zählen neben der Fußball-WM im Sommer und den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles unter anderem Formel-1-Rennen, Spiele der Profiligen NBA, NFL und NHL sowie Golfturniere. Auch Qualifikationswettbewerbe, die Panamerikanischen Spiele und von US-Sportverbänden ausgerichtete Veranstaltungen fallen darunter.

Restriktive Einwanderungspolitik

Von den vollständigen Einreiseverboten der 39 Länder sind etwa Fans der WM-Teilnehmer Iran und Haiti betroffen. Daneben bestehen teilweise Einreisesperren für Staatsangehörige weiterer Staaten wie Senegal und der Elfenbeinküste, die in der Vorrunde auf die deutsche Nationalmannschaft trifft.

Die Entscheidung fügt sich in die insgesamt restriktive Einwanderungs- und Visapolitik der Trump-Regierung ein. So kündigte das US-Außenministerium in dieser Woche an, noch in diesem Monat die Vergabe von Einwanderungsvisa für Staatsangehörige aus 75 Ländern auf unbestimmte Zeit zu stoppen, darunter Russland, Iran, Jemen, Afghanistan, Brasilien, Thailand, Nigeria, Ägypten und Somalia. Touristen- und Geschäftsvisa sind nach Regierungsangaben von diesem Stopp nicht betroffen.