Deutsche Biathlon-Staffel lässt Ruhpolding jubeln

Philipp Nawrath

Stand: 15.01.2026 16:05 Uhr

Das deutsche Biathlon-Quartett der Männer hat beim Heimrennen in Ruhpolding den ersten Podestplatz des Winters geholt und die Hoffnungen auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen in Italien geschürt. Das Team um Schlussläufer Philipp Nawrath sicherte sich Platz drei hinter Frankreich und Seriensieger Norwegen.

Wahnsinnins Teamleistung„, freute sich Philipp Nawrath. „Ich hab alles reingehauen, was ich dranbleibe.“ Allerdings ärgerte er sich über seinen Nachlader beim letzten Schießen, der aus seiner Sicht eine noch bessere Platzierung verhinderte.

Strelow legt den Grundstein

Justus Strelow, der aktuell treffsicherste deutsche Skijäger, sollte als Startläufer das DSV-Quartett beim Heimrennen auf Podestkurs bringen. Im engen Feld erlaubte er sich zwar liegend einen Nachlader, doch stehend jagte er alle fünf Schüsse schnell und sicher ins Schwarze.

Dabei die Nerven zu behalten, gelingt nicht immer, doch dieses Mal sei er zufrieden, so der 29-Jährige am ZDF-Mikrofon. Sein Motto: „Lieber die sichere Null und nicht ganz so schnell„. Damit übernahm Strelow zwischenzeitlich sogar die Führung.

Riethmüller nutzt sein Chance

Doch die Konkurrenz blieb dran und Danilo Riethmüller, der sich durch gute Leistungen im zweitklassigen IBU-Cup wieder ins Weltcup-Team zurückgekämpft hatte, konnte an Position vier übernehmen.

Wie Strelow benötigte er liegend einen Nachlader, lieferte dafür stehend perfekt ab, und brachte das Quartett erneut in Führung. „Ich bin über beide Ohren glücklich, dass ich die Chance bekommen habe, in Ruhpolding zu zeigen, was ich drauf haben„, so der 26-jährige Harzer. „Entsprechend motiviert bin ich es angegangen.“

Zobel bleibt auf Podestkurs

Riethmüller konnte David Zobel mit knappem Vorsprung in die Loipe schicken. Der 29-jährige Oberbayer verteidigte mit neun Treffern und guter Laufleistung hinter Schweden und Seriensieger Norwegen die Podestambitionen. „Es läuft nach Plan. Es ist sauspannend und richtig schön„, strahlte Zobel. „Wir haben einen Riesenvorteil mit der Tribüne hinter uns.

Die perfekte Vorlage alsoi für Schlussläufer Philipp Nawrath, der in der aktuellen Saison am Schießstand ein neues Niveau erreichen konnte und selbstbewusst den Kampf um die Top drei annahm. Ein Nachlader brachte ihn liegend nicht aus der Ruhe. Der 32-Jährige hielt mit den Top-Läufern aus Schweden, Norwegen und Frankreich mit.

Die Entscheidung fiel im letzten Schießen. Frankreich ging mit leichtem Vorsprung vor Deutschland und Norwegen Richtung Ziel. Platz eins war vergeben, Nawrath kam trotz eines Nachladers zwar noch an Norwegens Schlussläufer Christiansen heran, musste sich aber im Kampf um Platz zwei um 1,7 Sekunden geschlagen geben.