„Tagesthemen“-Moderator Helge Fuhst wechselt zu Axel Springer. Das teilte das Medienhaus am Mittwoch mit. Fuhst ist Moderator der ARD-Nachrichtensendung, Leiter der „Tagesthemen“-Redaktion und zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell, wo unter anderem die „Tagesschau“ produziert wird. Bei Springer übernimmt der 41-Jährige nun den Vorsitz der Chefredaktionen der „Premium-Gruppe“, zu der die Springer-Marken Welt, Politico Deutschland und Business Insider gehören. Gleichzeitig wird Fuhst Chefredakteur der Welt-Gruppe. Er folgt bei der Welt auf Jan Philipp Burgard (41), der seine Funktion aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung niederlegt.
„Mit Helge Fuhst übernimmt ein hervorragender Journalist und ausgezeichneter Medienmanager die redaktionelle Spitze der Premium-Gruppe“, sagte Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer. Fuhst werde den Weg, den man vor einem Jahr mit der Schaffung der „Premium-Gruppe“ erfolgreich eingeschlagen habe, weiter ausbauen und die strategische Ausrichtung der Marken gemeinsam mit den Chefredakteuren schärfen. Döpfner dankte zudem Jan Philipp Burgard, der die Welt-Gruppe in den vergangenen Jahren sehr gut aufgestellt habe.

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Boulevard und Bewegtbild gehen eigentlich Hand in Hand. Doch als der damalige Chefredakteur Julian Reichelt „Bild Live“ startete, endete das im Chaos. Eine Studie erklärt nun aus nächster Nähe, was in der Redaktion geschah.
Gordon Repinski bleibt nach Angaben von Springer Chefredakteur der deutschen Ausgabe von Politico, Moritz Seyffarth bleibt Chefredakteur der deutschen Ausgabe von Business Insider. Ulf Poschardt bleibe Herausgeber der „Premium-Gruppe“. Axel Springer hatte die Welt-Gruppe und die deutschen Ausgaben von Politico und Business Insider Ende 2024 in der „Premium-Gruppe“ zusammengefasst.
Dass Fuhst die ARD verlässt, war bereits in der vergangenen Woche bekannt geworden. Er leitet seit 2019 die ARD-„Tagesthemen“. Vor seiner Tätigkeit bei ARD-aktuell war Fuhst von Januar 2018 bis September 2019 Programmgeschäftsführer des Ereigniskanals Phoenix und moderierte politische Diskussionssendungen wie „Unter den Linden“ und „Der politische Frühschoppen“. Seine Karriere hatte Fuhst beim NDR begonnen und wurde von „Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow gefördert. Als Buhrow 2013 Intendant des WDR wurde, ging Fuhst als sein persönlicher Referent mit nach Köln und wechselte 2016 zu Phoenix.
2024 bewarb er sich als Nachfolger von Buhrow um das Amt des WDR-Intendanten und erzielte einen Überraschungserfolg, als er den favorisierten WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn auf die Plätze verwies. Im zweiten Wahlgang unterlag er dann aber der heutigen Amtsinhaberin Katrin Vernau. Fuhst blieb bei ARD-aktuell, sein Vertrag war erst jüngst verlängert worden.
